„Lasst uns die Herzen öffnen, damit die Gnade der Liebe Gottes einziehen kann“

Die Predigt von Priester Dragiša Jerkić betont das Kreuz als zentralen Wegweiser christlicher Nachfolge und Hoffnung.

In der serbisch-orthodoxen Gemeinde München hat Priester Dragiša Jerkić am 15. März 2026 die Bedeutung von Selbstverleugnung, Kreuz und Nachfolge Christi hervorgehoben. Im Mittelpunkt stand die Frage nach dem wahren Verständnis des Erlösers und dem christlichen Lebensweg, wie die Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.

Ausgehend vom Evangelium nach Markus („Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“, vgl. Mk 8,34 -9,1) betonte Priester Dragiša Jerkić, dass diese Worte den Sinn und das Ziel des menschlichen Daseins offenbaren. Entscheidend sei ein demütiges Verständnis dieser Botschaft im Heiligen Geist.

Der Predigt zufolge korrigiert Christus die verbreitete Erwartung eines politischen Messias. Statt eines machtvollen Befreiers offenbare er sich als König des Friedens, der zur Liebe, Vergebung und sogar zur Feindesliebe aufruft. Sein Weg führe nicht über Gewalt, sondern über Opfer, Kreuz und schließlich Auferstehung.

Der Priester hob hervor, dass Christus durch sein Leiden den Kreislauf von Gewalt und Tod durchbreche und dem Menschen seine wahre Bestimmung zeige: ein Leben in Gemeinschaft mit Gott, geprägt von Liebe, Mitgefühl und Verantwortung. Trotz menschlicher Schwächen sei der Mensch nicht verloren, sondern zur Erlösung berufen.

Abschließend rief der Geistliche die Gläubigen dazu auf, dem Ruf Christi konkret zu folgen: durch Selbstverleugnung, das Ablegen von Egoismus, Geduld, gegenseitiges Zuhören und das Öffnen des Herzens für Gottes Gnade. So könne die entscheidende Frage nach Christus im eigenen Leben wahrhaft beantwortet werden.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Ilia von Georgien am Dienstag im Herrn entschlief.

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