Metropolit Antonij: „Das Kreuz ist eine unbesiegbare Waffe gegen das Böse“
Metropolit Antonij während der Liturgie in London. Foto: Gemeinde
Am Sonntag der Kreuzverehrung, dem 15. März 2026, hat Metropolit Antonij von West- und Mitteleuropa in der bulgarisch-orthodoxen Kirche St. Johannes von Rila in London die Göttliche Liturgie gefeiert. In seiner Predigt stellte er die geistliche Bedeutung des Kreuzes für das christliche Leben und den Kampf gegen die Leidenschaften in den Mittelpunkt, wie das bulgarische Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Metropolit Antonij leitete den Gottesdienst gemeinsam mit dem Gemeindevorsitzenden Erzpriester Dr. Dobromir Dimitrov und dem Diözesanberater Stavrofor Ikonom Julian Angelov. Zum Ende der Liturgie wurde das mit Blumen geschmückte Kreuz in einer feierlichen Prozession vom Altar in die Mitte der Kirche getragen, wo es von Metropolit Antonij in die vier Himmelsrichtungen erhoben und gesegnet wurde, begleitet von traditionellen Gesängen zur Verehrung des Kreuzes.
In seiner Predigt hob der Hierarch hervor, dass das Kreuz Christi durch das Opfer Jesu von einem Werkzeug der Hinrichtung zu einem Zeichen des Sieges geworden sei. Es sei „eine unbesiegbare Waffe“, ein Gegner der Dämonen, der Ruhm der Märtyrer und eine Zierde der Heiligen. Zugleich sei es ein Zufluchtsort des Heils, durch den der Welt göttliche Barmherzigkeit geschenkt werde.
Die Kirche gedenke des Kreuzes bewusst in der Mitte der Großen Fastenzeit, erklärte der Metropolit weiter. Die Verehrung solle die Gläubigen stärken und ihnen helfen, den geistlichen Kampf gegen Leidenschaften und Versuchungen zu bestehen, damit sie würdig das Osterfest Christi empfangen können.
Am Gottesdienst nahmen zahlreiche Gläubige, darunter viele Familien mit Kindern, teil. Auch der bulgarische Botschafter im Vereinigten Königreich, Tihomir Stoychev, war anwesend. Am Ende dankte Metropolit Antonij dem bulgarischen Staat sowie den Gemeindemitgliedern und Spendern für ihre Unterstützung beim Bau der ersten bulgarischen Kirche in London.
Die UOJ berichtete zuvor, dass sich die Vorsitzende der Lebensschutz-Organisation ALfA, Cornelia Kaminski, mit einem Appell zum Thema Leihmutterschaft an ukrainische Frauen richtete: „Denken Sie an diese Kinder.“
Lesen Sie auch
Bischof Sofian von Kronstadt besuchte rumänisch-orthodoxe Pfarrei in Plauen
Zum Patronatsfest der Pfarrei „Hl. Johannes Jakob von Neamț“ würdigte der Bischof die Entwicklung der Gemeinde und den Einsatz ihres Pfarrers.
Erzpriester Slobodan Tijanić: „Woran halten wir fester als am Glauben?“
Frankfurter Geistlicher deutete das Evangelium vom reichen Jüngling als Aufruf, sich von dem zu lösen, was im eigenen Herzen den Platz Gottes einnimmt.
Das orthodoxe CRISIS-Journal beendet sein regelmäßiges Erscheinen
Nach 15 Ausgaben in vier Jahren führt das Verlagshaus Hagia Sophia das Konzept künftig mit thematischen Anthologien in veränderter Form fort.
Diakon Igor Willimowski: „Nicht der Reichtum verhindert die Errettung“
Krefelder Geistlicher deutet das Evangelium vom reichen Jüngling als Aufruf, sich nicht an Besitz zu klammern, sondern mit anderen zu teilen und Gott treu zu bleiben.
Eparchie Šabac forderte Absage von geplanten Pride-Kundgebungen
Das Bischofsamt warnte vor Spannungen und rief orthodoxe Gläubige gleichzeitig zu Gewaltlosigkeit und einem friedlichen Eintreten für christliche Werte auf.
Patriarch Porfirije: Askese soll Raum für Gottes Liebe schaffen
Serbisches Kirchenoberhaupt deutete die Begegnung Jesu mit dem reichen Jüngling als Aufruf zu innerer Freiheit, Demut und Nachfolge Christi.