Patriarch Kyrill enthebt Metropolit Nestor seines Amtes und ernennt Nachfolger
Der jetzige Verwalter wird Nachfolger: Metropolit Mark von Rjasan und Michailow. Foto: Patriarchat
Die Heilige Synode der Russisch-Orthodoxen Kirche hat sich in einer Sitzung am 12. März 2026 mit der Situation im Patriarchal-Exarchat von Westeuropa befasst und personelle Konsequenzen gezogen. Metropolit Nestor wurde endgültig von seinen Leitungsämtern entbunden, wie das Patriarchat auf seiner Webseite mitteilte. Zum Nachfolger wurde Metropolit Mark von Rjasan und Michailow ernannt.
Bereits am 8. November 2025 war Metropolit Nestor auf Anordnung von Patriarch Kyrill wegen eines gegen ihn eingeleiteten kirchenrechtlichen Verfahrens als Leiter des Exarchats sowie der Diözese Korsun und weiterer Gemeinden abgesetzt worden. In einem Schreiben an den Patriarchen räumte er inzwischen eigenes Fehlverhalten ein, das den kirchlichen Kanones widersprochen und Gläubige in Versuchung geführt habe, und erklärte seine Bereitschaft, jede kirchliche Entscheidung zu akzeptieren.
Die Synode bestätigte nun seine Entbindung von allen Leitungsaufgaben. Zugleich wurde Metropolit Mark von Rjasan und Michailow, der derzeitige Verwalter, zum neuen Patriarchal-Exarchen von Westeuropa ernannt. Er behält vorerst die Leitung der Budapester Ungarischen Diözese, wurde jedoch von der Führung der Diözese Rjasan entbunden.
Metropolit Nestor wird künftig als Vikar der Diözese Korsun mit dem Titel „Stupinsky“ dienen. Die vorübergehende Verwaltung der spanisch-portugiesischen Diözese sowie der Gemeinden des Moskauer Patriarchats in Italien wurde ebenfalls Metropolit Mark übertragen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Ramadan an Schulen für Konflikte sorgt und zu Gesundheitsproblemen führt.
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