Orthodoxe Bischöfe wählten in ihrer Frühjahrssitzung neuen Generalsekretär
Gruppenfoto der Teilnehmer der 31. Vollversammlung der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland im Diözesanzentrum der Serbischen Orthodoxen Diözese in Düsseldorf-Lichtenbroich.
Am 7. März 2026 versammelten sich die orthodoxen Bischöfe Deutschlands zur 31. Vollversammlung der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD). Dabei hieß die OBKD Bischof Veniamin von Boiarka, Vikarbischof des Metropoliten Onufrij von Kiew und zuständig für die Kirchengemeinden der Ukrainischen Orthodoxen Kirche in Deutschland, herzlich willkommen. Er wird auch an den künftigen Sitzungen als Beobachter teilnehmen, wie die OBKD auf ihrer Webseite berichtete.
Die Tagung fand im Diözesanzentrum der Serbischen Orthodoxen Diözese von Düsseldorf und Deutschland in Düsseldorf-Lichtenbroich statt. Unter der Leitung des OBKD-Vorsitzenden, Metropolit Augoustinos, nahmen Vertreter der griechischen, serbischen, rumänischen und ukrainischen Diözesen sowie Beobachter der Russischen Orthodoxen Kirche und der deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland teil.
Vor der Beratung der Tagesordnungspunkte wählten die Bischöfe Dr. Marko Vilotić (40), ehemaliger Assistenzprofessor an der Orthodoxen Theologischen Fakultät der Universität Belgrad und persönlicher Referent von Metropolit Grigorije, zum neuen Generalsekretär der OBKD. Er folgt auf den zurückgetretenen Bischof Jovan von Hum.
Im Anschluss erstatteten die Kommissionen sowie der Beauftragte am Sitz der Bundesregierung Berichte über ihre aktuelle Arbeit. Eine weitere Neubesetzung betraf die Wahl von Erzpriester Dimitrios Katsanos (40), Pfarrer der Kirchengemeinde Entschlafen der Gottesgebärerin zu Reutlingen, zum Beauftragten für die innerchristliche Zusammenarbeit – als Nachfolger von Erzpriester Constantin Miron.
Abschließend berieten die Bischöfe den Umgang mit Fällen sexualisierter Gewalt. Sie verabschiedeten „Leitlinien zum Umgang mit sexuellem Missbrauch“ sowie die „Geschäftsordnung“ eines Vertrauensausschusses unter der Leitung von Bischof Bartholomaios von Arianz.
Darüber hinaus empfahl die OBKD ihren Kirchengemeinden, dem Aufruf des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zum bundesweiten Ehrentag am 23. Mai 2026 – aus Anlass des 77. Jahrestags des deutschen Grundgesetzes – zu folgen. Mit kleinen oder großen Aktionen soll so ehrenamtliches Engagement gestärkt werden.
Am Sonntag, dem 8. März 2026 (Zweiter Fastensonntag und Fest des hl. Gregor Palamas), feierten die Bischöfe die Göttliche Liturgie in der Kirche des Heiligen Apostels Andreas in Düsseldorf-Hassels. Dabei verlas der neue Generalsekretär Dr. Vilotić den „Fastenbrief der orthodoxen Bischöfe Deutschlands 2026“.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Daniel Schärer in seiner Predigt in Zürich kirchliche Gemeinschaft, Askese und Ausrichtung des Lebens auf Gott betonte.
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