Priester Marko Radmilo rief zu Vergebung und geistlicher Wachsamkeit auf
Priester Marko Radmilo predigte am Sonntag in Kassel. Archivfoto: Gemeinde
Am Sonntag, dem 22. Februar 2026, predigte Priester Marko Radmilo in der serbisch-orthodoxen Pfarrei Heiliger Fürst Lazarus in Kassel über die Evangeliumslesung nach Matthäus 6,14–21 sowie über Worte des Apostels Paulus aus dem Römerbrief. Im Mittelpunkt standen Vergebung, wahres Fasten und die Ausrichtung des Herzens auf geistliche Werte, wie die deutsche Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.
Priester Marko Radmilo betonte, dass Vergebung eine Voraussetzung für das eigene Heil sei und nicht als Schwäche verstanden werden dürfe. Wer anderen vergebe, befreie nicht nur den Nächsten, sondern auch sich selbst und öffne sein Herz für die göttliche Gnade. Unversöhnlichkeit hingegen binde den Menschen an das Irdische und trenne ihn von Gott.
Mit Blick auf das bevorstehende Fasten warnte der Geistliche vor äußerlicher Frömmigkeit. Fasten sei keine bloße Diät oder Zurschaustellung, sondern eine verborgene Begegnung zwischen Mensch und Gott. Wahres Fasten bringe keine Traurigkeit hervor, sondern stille Freude und inneren Frieden.
Zugleich erinnerte der Geistliche an die Worte Christi über die „Schätze im Himmel“. Irdischer Besitz vergehe, während Werke der Liebe, Almosen und Demut bleibenden Wert hätten. Entscheidend sei nicht, was der Mensch besitze, sondern worauf sein Herz ausgerichtet sei.
Ausgehend vom Römerbrief rief der Priester dazu auf, aus geistlicher Gleichgültigkeit zu erwachen, Christus „anzuziehen“ und andere nicht zu richten. Fasten müsse stets mit Barmherzigkeit verbunden sein; ohne Liebe werde es zu einem bloßen Gesetz. Die Gläubigen seien eingeladen, wachsam, demütig und versöhnlich in die Fastenzeit zu gehen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Grigorije in Saratoga zu Vergebung und innerem Fasten aufrief.
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