Polen: Metropolit Sawa rief zu geistlicher Erneuerung in der Fastenzeit auf

Metropolit Sawa von Warschau und ganz Polen veröffentlichte seinen Fastenbrief zur Vorbereitung der orthodoxen Gläubigen auf die Große Fastenzeit 2026.

Mit einem Hirtenbrief zur Großen Fastenzeit 2026 hat Metropolit Sawa von Warschau und ganz Polen die Gläubigen zu einem bewussten geistlichen Weg auf Ostern hin aufgerufen. Der Hierarch beschreibt die Fastenzeit als „geistlichen Frühling“ und erinnert daran, dass wahres Fasten über äußere Enthaltsamkeit hinausgehe, wie die polnische Kirche auf ihrer Webseite berichtete.

In seinem Schreiben stellt Metropolit Sawa die Große Fastenzeit als zentrale Phase der Vorbereitung auf die Auferstehung Christi dar. Sie sei eine Zeit der Freude und der inneren Reinigung, die orthodoxe Christen dazu einlade, ihr Leben zu prüfen und sich durch Buße mit Gott zu versöhnen. Fasten und Gebet bezeichnet er als „Flügel der Seele“, die den Menschen zu geistlicher Vollkommenheit führen könnten.

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Besonders betont der Metropolit die Verbindung von körperlichem und geistlichem Fasten. Der Verzicht auf bestimmte Speisen müsse von einer Abkehr von Zorn, Lüge, Klatsch und anderen Lastern begleitet werden. Nur die Einheit beider Aspekte mache das Fasten heilsam. Als Vorbilder nennt er Christus selbst, die Apostel sowie die Heiligen der Kirche, die durch Askese und Gebet geistliche Reife erlangt hätten.

Zugleich warnt der Hierarch davor, das Fasten zur Schau zu stellen. Unter Verweis auf das Matthäusevangelium ruft er zu Demut und innerer Sammlung auf. Fasten solle im Verborgenen geschehen und nicht dem eigenen Ansehen dienen, sondern der Begegnung mit Gott.

Am Ende seines Briefes bittet der Metropolit die Gläubigen traditionell um Vergebung und ermutigt sie, die Fastenzeit mit Hoffnung zu beginnen. Ziel sei es, mit „reinem Herzen“ dem auferstandenen Christus zu begegnen und die österliche Freude gemeinsam zu feiern. 

Die UOJ berichtete zuvor über eine Neuerscheinung im orthodoxen Verlag Hagia Sophia: Sergej Fudel ruft in „Bin etwa ich es?“ zur persönlichen Gewissensprüfung in schwierigen Zeiten auf.
 
 

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