Aktualisierte Liste der Neumärtyrer der Russischen Kirche veröffentlicht

Die aktualisierte Namensliste der Neumärtyrer und Bekenner soll Forschungsergebnisse bündeln und die liturgische Erinnerung in der Russischen Kirche vereinheitlichen. Foto: Ausschnitt aus einer Synaxis der Neumärtyrer

Die Russisch-Orthodoxe Kirche hat eine aktualisierte Liste der verherrlichten Neumärtyrer und Bekenner veröffentlicht. Das Verzeichnis wurde auf Wunsch von Patriarch Kyrill erstellt und ist seit dem 20. Februar 2026 auf der offiziellen Website des Verlags des Moskauer Patriarchats abrufbar.

Die Überarbeitung erfolgte durch die Synodale Kommission für die Heiligsprechung von Heiligen gemeinsam mit der Kalenderabteilung des Patriarchatsverlags. Ziel war es, die bestehenden Angaben nach dem aktuellen Stand der historischen und kirchlichen Forschung zu präzisieren.

Die neue Übersicht enthält zu jedem Heiligen grundlegende biografische und liturgische Angaben, darunter Rang, vollständigen Namen, kirchlichen Titel sowie sämtliche Gedenktage nach alter und neuer Kalendertradition der Russisch-Orthodoxen Kirche. Damit soll die liturgische Praxis vereinheitlicht und die wissenschaftliche Dokumentation verbessert werden.

Der „Rat der Neumärtyrer und Bekenner“ umfasst jene Christen, die insbesondere während der Verfolgungen im 20. Jahrhundert litten oder starben und später offiziell verherrlicht wurden. Die Veröffentlichung gilt als wichtiges Referenzdokument für Klerus, Gläubige und kirchliche Forschung.

Die UOJ berichtete zuvor, dass das Athos-Kloster Hilandar seinGründungsfest zu Ehren des Heiligen Simeon beging.

Lesen Sie auch

Verwundeter Novize schildert Angriff auf orthodoxes Kloster in der Ukraine

Die Bruderschaft der Swjatogorsker Lawra wurde von Personen in Militäruniformen der ukrainischen Streitkräfte angegriffen.

Heilige Afra von Augsburg: ein Beispiel für radikale Umkehr

Hannovers orthodoxe Gemeinde stellt die Märtyrerin in einer neuen Instagram-Reihe über die deutschen Heiligen des ersten Jahrtausends vor.

Heiliges Kloster Sinai: Ägyptens Oberster Gerichtshof verschiebt Prozess

Dritte Vertagung der Berufungsverhandlung – Gespräche zwischen dem ägyptischen Staat und Erzbischof Simeon sollen weiterlaufen.

Antiochenisch-orthodoxe Gemeinde in Essen möchte eigene Kirche kaufen

Gemeinde St. Josef von Damaskus nutzt derzeit die katholische Pax-Christi-Kirche und plant den Erwerb eines eigenen Gotteshauses.

Bischof Sofian von Kronstadt besuchte rumänisch-orthodoxe Pfarrei in Plauen

Zum Patronatsfest der Pfarrei „Hl. Johannes Jakob von Neamț“ würdigte der Bischof die Entwicklung der Gemeinde und den Einsatz ihres Pfarrers.

Erzpriester Slobodan Tijanić: „Woran halten wir fester als am Glauben?“

Frankfurter Geistlicher deutete das Evangelium vom reichen Jüngling als Aufruf, sich von dem zu lösen, was im eigenen Herzen den Platz Gottes einnimmt.