2000 Jahre alter Pilgerweg zum Tempelberg erstmals geöffnet

Freigelegte Steinpflaster der antiken Pilgerstraße geben einen seltenen Einblick in das Jerusalem der Zeit des Zweiten Tempels. Foto: Times of Israel

Nach rund zwei Jahrzehnten Ausgrabungen ist in Jerusalem eine antike Straße aus der Zeit Jesu erstmals öffentlich zugänglich. Der sogenannte Pilgerweg verband einst den Teich von Siloah mit dem Tempelberg und wurde nun für geführte Besichtigungen freigegeben, wie die Times of Israel am 2. Februar 2026 berichtete.

Die rund 2000 Jahre alte Straße führte während der Zeit des Zweiten Tempels Millionen von Pilgern nach Jerusalem. Archäologen sprechen von einer der bedeutendsten Entdeckungen der letzten Jahrzehnte, da Besucher nun eine direkte Verbindung zwischen historischen Stätten erleben können.

Der etwa 560 Meter lange Weg entstand vermutlich im frühen 1. Jahrhundert nach Christus unter König Herodes oder dem römischen Statthalter Pontius Pilatus. Er verläuft vom Gebiet des antiken Teichs von Siloah im heutigen Stadtteil Silwan nordwärts bis zum archäologischen Bereich nahe der Klagemauer und liegt größtenteils unterirdisch unter moderner Bebauung.

Bei den Ausgrabungen legte die Israelische Altertumsbehörde originale herodianische Pflastersteine frei sowie Überreste von Geschäften, ein Ritualbad und ein mögliches Zeremonialpodium. Archäologen bezeichnen den Fund als außergewöhnlich, weil die Straße nach der römischen Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n. Chr. verschüttete und damit versiegelt wurde und dadurch in bemerkenswert gutem Zustand erhalten blieb.

Heute können Besucher geführte Touren buchen oder Teile der Route im archäologischen Park „City of David“ eigenständig erkunden.



Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Daniel Schärer in Zürich predigte: „Es gibt beim Jüngsten Gericht nur eine einzige Frage: Hast du geliebt?“

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