Archimandrit Michael (Crowley) zum neuen Bischof von Boston geweiht

Der neue Bischof Michael (Crowley) von Boston ist zugleich Vikar der Diözese Ostamerika der russischen Auslandskirche. Foto: Diözese

Am Sonntag des Jüngsten Gerichts und des Fests der Darstellung des Herrn (15. Februar 2026) hat Metropolit Nikolaj, Ersthierarch der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), im Dreifaltigkeitskloster in Jordanville die Göttliche Liturgie gefeiert und Archimandrit Michael (Crowley) zum Bischof von Boston geweiht. Die Feier vereinte zahlreiche Hierarchen, Geistliche und Gläubige, wie die ROKA-Synode auf ihrer Webseite berichtete.

Neben Metropolit Nikolaj konzelebrierten mehrere Bischöfe sowie Kleriker, Seminarlehrer und die Bruderschaft des Klosters Jordanville, das als geistiges Zentrum der russischen Auslandskirche in den USA gilt. Im Verlauf des Gottesdienstes wurde die bischöfliche Weihe vollzogen; anschließend überreichte der Ersthierarch dem Neugeweihten den Bischofsstab als Zeichen seines Dienstes.

In seiner Ansprache würdigte Metropolit Nikolaj den langjährigen pastoralen Einsatz des neuen Bischofs, der über viele Jahre eine christliche Gemeinschaft zur Orthodoxie geführt und fast ein Vierteljahrhundert in der Gemeinde der seligen Xenia von Petersburg in Methuen gedient habe. Zugleich erinnerte er daran, dass das bischöfliche Amt mit großer Verantwortung für „Hunderte und Tausende menschlicher Seelen“ verbunden sei.

Der Ersthierarch betonte besonders die Bedeutung der Liebe als Grundlage des kirchlichen Dienstes. Ohne Liebe verliere jedes Werk seinen Sinn, erklärte er unter Hinweis auf Worte des Apostels Paulus. Von einem Hierarchen erwarte das Volk nicht nur die Feier der Sakramente, sondern auch konkrete Hilfe, Mitgefühl und ein lebendiges Zeugnis im Alltag.

Zugleich rief Metropolit Nikolaj den neuen Weihbischof zur Treue gegenüber der Tradition der Russischen Auslandskirche auf. Neben der missionarischen Arbeit unter Amerikanern solle er auch die verschiedenen nationalen Gemeinden begleiten, ihre liturgische Sprache und das geistliche Erbe früherer Hierarchen bewahren und in Einheit mit der Kirche weiterführen. 

Die UOJ berichtete zuvor, dass ein Sammelband des orthodoxen Underground-Magazins „Death to the World“ erscheint.
 
 

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