„Der Mensch wurde erschaffen, um Gott selbst zu begegnen“
Priester Miroslav Vasić während seiner Predigt zum Fest der Begegnung des Herrn, in der er die persönliche Christusbegegnung und die Werke der Liebe als Maßstab des Jüngsten Gerichts hervorhob. Foto: Patriarchat
Am 15. Februar 2026 zelebrierte Bischof Stefan von Remesiana mit dem Segen des serbischen Patriarchen Porfirije die Heilige Liturgie in der Kirche des Heiligen Sava in Belgrad. In der Predigt stellte Priester Miroslav Vasić die geistliche Verbindung zwischen der Begegnung des Herrn und dem Sonntag des Jüngsten Gerichts in den Mittelpunkt, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Die serbisch-orthodoxe Kirche feierte am Hochfest der Begegnung des Herrn eine feierliche Liturgie in Belgrad. Bischof Stefan von Remesiana, Vertreter der serbisch-orthodoxen Kirche in Moskau, stand dem Gottesdienst vor. In seiner Auslegung des Evangeliums betonte Priester Miroslav Vasić, dass die Begegnung des greisen Simeon mit Christus im Tempel und das Evangelium vom Jüngsten Gericht eine gemeinsame Botschaft tragen: Der Mensch sei geschaffen, Gott zu begegnen.
Der Prediger hob hervor, dass Simeon Christus erkannte, weil er ein reines Herz und lebendige Hoffnung besaß. Während andere nur ein Kind armer Eltern sahen, erkannte er den Erlöser der Welt. Ebenso werde Christus beim Jüngsten Gericht in den Hungrigen, Kranken und Einsamen gegenwärtig sein. Entscheidend sei daher nicht nur die äußere Erfüllung religiöser Pflichten, sondern ein Leben aus tätiger Liebe.
Weiter unterstrich der Geistliche, dass jede Liturgie und jede Tat der Barmherzigkeit eine konkrete Begegnung mit Christus darstelle. Die Gläubigen würden nicht danach beurteilt, wie viel sie wussten, sondern wie sehr sie liebten und ihrem Nächsten dienten. Geduld, Gebet und Aufmerksamkeit seien notwendig, um Christus im Alltag zu erkennen.
Zum Abschluss der Liturgie gratulierte Bischof Stefan den Gläubigen zum Hochfest und lud sie ein, über die kirchliche Pilgeragentur Dobročinstvo Moskau sowie den serbisch-orthodoxen Hof zu besuchen, um Gemeinschaft zu pflegen und russische Klöster sowie deren Heiligtümer kennenzulernen.
Die UOJ berichtete zuvor, das eine neue Ausgabe des Journals CRISIS für christliche Kultur mit Schwerpunkt USA erschienen ist.
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