„Das Gebet für unsere Verstorbenen ist Ausdruck christlicher Liebe“
Erzbischof Tichon zelebrierte am Samstag die Heilige Liturgie und ein Totengedenken. Foto: Diözese
Am orthodoxen Allerseelen-Samstag, dem 14. Februar 2026, hat Erzbischof Tichon von Rusa die Göttliche Liturgie und eine Panichida in der Kirche der Heiligen Konstantin und Helena auf dem Russisch-Orthodoxen Friedhof in Berlin-Tegel zelebriert. Im Mittelpunkt standen das Totengedenken sowie eine Predigt über die geistliche Bedeutung des Gebets für die Verstorbenen, wie die Diözese auf ihrer Webseite berichtete.
An diesem Tag gedenkt die orthodoxe Kirche aller seit Anbeginn der Zeit entschlafenen Christen. Während der Totenlitanei wurden insbesondere die „Vorfahren, Väter, Brüder und Schwestern“ im Glauben genannt. Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese Berlin und Deutschland, wurde von mehreren Geistlichen assistiert; bereits am Vorabend war eine Liturgie in der Berliner Auferstehungskathedrale gefeiert worden.
In seiner Predigt betonte der Hierarch, dass das Gebet für die Verstorbenen eine zentrale Ausdrucksform christlicher Liebe sei. Die Kirche habe besondere Gedenktage eingerichtet, damit die Gläubigen sowohl ihrer Angehörigen im Gebet gedenken als auch über die eigene Vergänglichkeit nachdenken und ihr Leben an der Vorbereitung auf das Jüngste Gericht ausrichten.
Der Erzbischof unterstrich den orthodoxen Glauben an die Unsterblichkeit der Seele und daran, dass die Verstorbenen die Fürbitte der Kirche erwarten. Da niemand ohne Sünde gelebt habe und nach dem Tod keine Umkehr mehr möglich sei, rufe die Kirche dazu auf, durch Gebet, Almosen und liebevolles Gedenken das ewige Schicksal der Entschlafenen Gott anzuvertrauen.
Zum Abschluss lud Erzbischof Tichon die Gläubigen ein, die Namen ihrer Verstorbenen im Gebet zu verlesen und für alle orthodoxen Christen zu bitten, dass Gott ihnen Vergebung und ewige Ruhe schenke. Nach der Liturgie wurde ein Gedenkgottesdienst gefeiert.
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