Patriarch Daniil würdigte Großvater Dobri als Vorbild des Glaubens

Patriarch Daniil erinnerte an Großvater Dobri. Foto: Patriarchat

Mit einem feierlichen Requiem hat die Bulgarische Orthodoxe Kirche am Allerseelentag, dem 14. Februar 2026, des achten Todestages von Großvater Dobri gedacht, einem bescheidenen, großen Förderer der Kirche. Patriarch Daniil von Bulgarien leitete die Liturgie in Dobris Geburtsort Baylovo und stellte dessen Leben als Beispiel gelebter christlicher Nächstenliebe heraus, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Die Gottesdienste fanden in der Kirche „St. Kyrill und Methodius“ statt, wo der Patriarch gemeinsam mit mehreren Geistlichen zelebrierte. Vor Beginn der Liturgie wurde ein Mönch zum Lektor, Sänger und Priester geweiht, zahlreiche Gläubige nahmen an der Eucharistie teil. Im Anschluss folgten ein Requiemgottesdienst sowie ein Trisagion am Grab des Verstorbenen.

In seiner Predigt verwies Patriarch Daniil auf die geistliche Bedeutung des Allerseelentages im Vorfeld der Großen Fastenzeit. Die Kirche erinnere an die Wiederkunft Christi und rufe die Gläubigen zu Wachsamkeit, Gebet und Vertrauen auf Gott auf. Angesichts von Krisen und Naturkatastrophen gelte es, nicht zu verzweifeln, sondern sich geistlich vorzubereiten und im Glauben standhaft zu bleiben.

Breiten Raum nahm die Würdigung Großvater Dobris ein, der jahrzehntelang zu Fuß von seinem Dorf nach Sofia zog, um Spenden für Kirchen und Klöster zu sammeln. Trotz großer Armut habe er selbstlos gegeben und sei zu einem der größten Unterstützer der Patriarchalkathedrale „St. Alexander Newski“ geworden. Seine Bescheidenheit, seine Reinheit des Herzens und sein friedvolles Auftreten hätten vielen Menschen Mut gemacht und seien ein lebendiges Zeugnis christlicher Hoffnung.

Der Patriarch betonte, dass Dobris Leben zeige, dass auch heute Menschen existieren, die konsequent nach Gottes Willen leben. Sein Beispiel ermutige dazu, gegen Unglauben, Neid und Mutlosigkeit anzukämpfen und ein Leben in Dankbarkeit und geistlicher Wachsamkeit zu führen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Daniil predigte: „Die menschliche Seele nährt sich nicht von Vergnügen, Geld oder Besitz“.

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