Entführer tötete Seminaristen in Nigeria wegen seines Glaubens

Michael Nnadi. Foto: EWTN

Michael Nnadi. Foto: EWTN

Ein verurteilter Straftäter hat in einem Interview gestanden, den nigerianischen Seminaristen Michael Nnadi getötet zu haben, weil dieser auch während seiner Gefangenschaft weiterhin den christlichen Glauben verkündete. Nach eigenen Angaben fühlte sich der Täter durch den Mut und die Standhaftigkeit des 18-Jährigen provoziert, der seine Entführer wiederholt zur Umkehr aufgerufen und unerschrocken vom Evangelium gesprochen habe. Darüber berichtete EWTN.

Michael Nnadi gehörte zu vier Seminaristen, die im Januar 2020 aus dem Priesterseminar "Good Shepherd" im nigerianischen Bundesstaat Kaduna verschleppt wurden. Bewaffnete hatten die Einrichtung überfallen, Wertsachen geraubt und die jungen Männer entführt. Drei von ihnen kamen später wieder frei, Nnadi wurde Anfang Februar tot aufgefunden. Die Entführer hatten zuvor ein Lösegeld verlangt.

Das Schicksal von Michael Nnadi ist beispielhaft für die anhaltende Bedrohung, der Christen in Nigeria ausgesetzt sind. In zahlreichen Landesteilen gehören Entführungen, Überfälle auf kirchliche Einrichtungen und gezielte Attacken von Banden und extremistischen Gruppen zum Alltag. Angesichts dieser Lage appellieren Kirchenvertreter immer wieder an die internationale Gemeinschaft, genauer hinzusehen, für die Betroffenen zu beten und den Schutz der Bevölkerung wirksamer zu gestalten.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass ein Gericht die Abschiebung eines koptischen Familienvaters in Münster stoppte.

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