Zwei Athos-Heilige vom Ökumenischen Patriarchat offiziell kanonisiert
Die Athos-Mönche Vater Tichon der Russe (l.) und Vater Hadji-Georgis sind kanonisiert.
Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel hat zwei bedeutende Gestalten des athonitischen Mönchtums offiziell heiliggesprochen. Die Entscheidung fiel unter dem Vorsitz von Patriarch Bartholomäus und würdigt zwei asketische Vorbilder, deren geistlicher Einfluss bis in die Gegenwart reicht, wie das orthodoxe Nachrichtenportal orthochristian.com am 11. Februar 2026 berichtete.
Die Heilige Synode beschloss, Vater Tichon den Russen (1884–1968) sowie den Athoniten Hadji-Georgis (1809–1886) in den liturgischen Kalender der Kirche aufzunehmen. Beide Mönche gelten als prägende Vertreter der geistlichen Tradition des Heiligen Berges Athos und als Vorbilder asketischen Lebens.
Vater Tichon lebte als russischer Hieromönch in der Skite von Kapsala auf Athos, in der Zelle des Kostbaren Kreuzes des Klosters Stavronikita. Zeitgenossen beschrieben ihn als Mann äußerster Armut, unablässigen Gebets und tiefer Demut. Große Bekanntheit erlangte er vor allem als geistlicher Vater des später weithin verehrten Athos-Heiligen Paisios.
Vater Hadji-Georgis, in Kappadokien geboren und später in Konstantinopel entschlafen, gehörte zu den einflussreichsten Athos-Mönchen des 19. Jahrhunderts. Sein strenges asketisches Leben und seine geistliche Autorität prägten eine ganze Generation von Mönchen, die sich an der patristischen Tradition orientierten. Auch Vater Paisios würdigte ihn später in einer eigenen Schrift.
Mit der Kanonisierung unterstreicht das Patriarchat die bleibende Bedeutung der athonitischen Spiritualität und hebt die Rolle geistlicher Lehrer hervor, deren Wirken weit über ihre Zeit hinausreicht.
Die UOJ berichtete zuvor, dass ein orthodoxes Typikon aus dem 19. Jahrhundert von Schottland nach Bulgarien zurückgeführt wurde.
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