Bewaffnete töteten Christen vor Kirche in Kairo

Bewaffnete Männer in Kairo. Foto: Salzburger Nachrichten

Vor einer Kirche in Kairo haben bewaffnete Angreifer drei Christen getötet, die sich nach einer Hochzeitsfeier vor dem Gotteshaus aufhielten. Unter den Opfern ist auch ein achtjähriges Mädchen. Die Täter eröffneten plötzlich das Feuer auf die Gruppe von Gläubigen. Die Hintergründe der Tat sind bislang ungeklärt, die Sicherheitskräfte haben Ermittlungen aufgenommen. Darüber berichtete Salzburger Nachrichten.

Die Tat geschah vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen und immer wieder aufflammender Gewalt gegen die koptisch-christliche Minderheit in Ägypten. Laut offiziellen Angaben handelt es sich um den ersten tödlichen Angriff auf Christen in der Hauptstadt seit den politischen Umbrüchen im Land. Der Anschlag zeigt, wie verletzlich die christliche Gemeinschaft trotz Beteuerungen der Regierung, ihre Sicherheit zu gewährleisten, weiterhin ist. Beobachter befürchten, dass solche Übergriffe das gesellschaftliche Klima weiter belasten und die Lage der Christen zusätzlich verschärfen könnten.

Christen stellen etwa sechs bis zehn Prozent der Bevölkerung Ägyptens, wobei die Mehrheit der koptisch-orthodoxen Kirche angehört. In der politischen Krise der vergangenen Jahre gerieten viele Christen verstärkt ins Visier extremistischer Gruppen und sahen sich wiederholt Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass Bischof Meier Christen in Syrien zu Solidaritätsreise besuchte.

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