Patriarch Porfirije: „Die Geschlechterrevolution zerstört den Menschen“
Patriarch Porfirij. Foto: Serbisch-Orthodoxe Kirche
Am 10. Februar 2026 fand in Belgrad in der Krypta der Kirche des Heiligen Sava die Präsentation des Buches von Dr. Margaret Peters „Die Gender-Revolution – eine globale Agenda?“ statt, bei der eine Ansprache von Patriarch Porfirije, dem Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche, verlesen wurde. Darüber berichtet die UOJ in Serbien.
Patriarch Porfirije selbst konnte nicht an der Veranstaltung teilnehmen, daher verlas Bischof Ilarion aus Novo Brdo seine Begrüßungsrede. In seiner Ansprache ging der Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche ausführlich auf das Thema der Gender-Ideologie und ihren Einfluss auf die heutige Gesellschaft ein.
„Mit dem Beginn der ,Gender-Revolution‘ wurde das Verständnis des Menschen und seines Platzes in der Welt erschüttert. Und so wurde seine es'chatologische Bestimmung in Frage gestellt“, betonte Patriarch Porfirije. Er merkte an, dass „der menschliche Körper, weder das Geschlecht noch die daraus entstehenden Beziehungen zufällig, vorübergehend oder austauschbar sind, sondern tief in Gottes Plan für die Welt verwurzelt sind“.
Laut Patriarch Porfirije leidet unter der Verbreitung dieser Ideologie „in erster Linie die Familie“, und mit ihrer Schwächung „zerstört sich auch das Wesen des Menschen“. Abschließend erklärte er: „Die Gender-Ideologie entspricht nicht den bewährten und fundierten Positionen der serbischen Sprachwissenschaft“ und fügte hinzu, dass die Kirche „die Sprache und die Wahrheit über den Menschen sorgfältig bewahrt“.
Zuvor hatte die UOJ darüber berichtet, dass Patriarch Porfirije serbische Studenten und Schüler in Kroatien unterstützt habe.
Lesen Sie auch
Bibel-Influencer in Wien verprügelt und zu Video gezwungen
18-Jähriger berichtete von Angriff durch zwei Jugendliche in Favoriten – Polizei ermittelt wegen Nötigung und Körperverletzung.
Schweiz: Protestantische Hochschule verliert Akkreditierung wegen Frauenquote
Bundesverwaltungsgericht bestätigte den Entzug der Akkreditierung für die Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel.
In Nigeria töten Fulani-Milizen 15 weitere Christen innerhalb einer Woche
Bewaffnete Radikale verübten eine Reihe nächtlicher Angriffe und Hinterhalte auf sieben christliche Ortschaften in Nigeria.
Priesterausbilder warnte vor Begriff „Christozid“ im Heiligen Land
Bernard Poggi betont trotz der Bedrängnis der Christen den Dienst der Kirche an allen Menschen.
Patriarch Theophilos III. verlieh dem bulgarischen Patriarchen einen Orden
Der Jerusalemer Patriarch bezeichnete die Auszeichnung als Anerkennung des ersthierarchischen Dienstes von Patriarch Daniil und seiner Liebe zum Heiligen Land.
Orthodoxe Kirchenvertreter berieten über künftige Projekte mit der EU
CROCEU-Mitglieder aus mehreren orthodoxen Ortskirchen trafen sich in Brüssel zur Koordinierung gemeinsamer Initiativen und Veranstaltungen