Archäologen finden unter Rom eine der größten Kirchen des 4. Jahrhunderts
Überreste einer der größten frühchristlichen Kirchen, die vor etwa 1700 Jahren in Ostia erbaut wurde. Foto: Ostia Project Archive
Anfang Februar 2026 entdeckten Archäologen in Ostia, dem antiken Hafen Roms, die Überreste einer der größten frühchristlichen Kirchen, die vor etwa 1700 Jahren erbaut wurde. Der Fund stammt aus dem 4. Jahrhundert, der Zeit der Einführung des Christentums im Römischen Reich. Dies berichtet die Zeitschrift Arkeonews.
Ausgrabungen haben gezeigt, dass der religiöse Komplex nicht nur die Kirche selbst, sondern auch den Bischofspalast umfasste, was auf den hohen Status der christlichen Gemeinde von Ostia hinweist. Die Architektur der Gebäude zeigt den Einfluss des weltlichen Bauwesens der Spätantike.
Das Bauwerk befand sich nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche und blieb trotz landwirtschaftlicher Arbeiten über die Jahrhunderte hinweg fast unbeschädigt. Dadurch gelang es den Archäologen, den ursprünglichen Grundriss zu dokumentieren, der für frühchristliche Kirchen, von denen die meisten im Mittelalter umgebaut wurden, selten ist.
Der Komplex umfasste eine Fläche von etwa 50 mal 80 Metern und bestand aus einer Kirche mit Baptisterium und Atrium. Besondere Aufmerksamkeit erregte bei den Wissenschaftlern der große Saal des Bischofspalasts mit einer Größe von etwa 8 mal 20 Metern und einer Höhe von mindestens 8 Metern, der mit Marmor und Mosaiken verziert war.
Forscher weisen darauf hin, dass die Kirche in der Zeit von Kaiser Konstantin dem Großen erbaut wurde und für die Erforschung früher Formen christlicher Architektur und der Rolle der Bischöfe im öffentlichen Leben der spätantiken Stadt von Bedeutung ist.
Zuvor berichtete die UOJ, dass in Olympus das Badehaus eines Bischofs der Spätantike gefunden wurde.
Lesen Sie auch
Griechisch-orthodoxe Gemeinde in Oberhausen feierte traditionelles Panigiri-Fest
Vereine, Tanzgruppen und Gemeindemitglieder nahmen an dem jährlichen Fest der Gemeinde der Heiligen Erzengel teil.
ROJ Deutschland erklärte Ziele und Arbeit der orthodoxen Jugendorganisation
Die Organisation unterstützt orthodoxe Jugendgruppen in Deutschland bei Veranstaltungen, Vernetzung und Gemeindearbeit.
Türkei verurteilt „Schändung“ der Al-Aqsa-Moschee durch Minister Israels
Das türkische Außenministerium verurteilte den Vorfall an der Al-Aqsa-Moschee und forderte, die Wahrung des Status dieses muslimischen Heiligtums zu gewährleisten.
Neues Video: Vom „gebrochenen Halleluja“ zur Heilung in Christus
Priester Matthias Fröse deutete den Welthit von Leonard Cohen aus orthodoxer Perspektive
Katholikentag: Kritik an fehlender Aufmerksamkeit für Christenverfolgung
Vertreter von „Kirche in Not“ mahnte stärkere inhaltliche Schwerpunktsetzung an – Lebensrechtlerin freute sich über Bekenntnis für das ungeborene Leben