Landesarbeitsgericht stärkte Chefarzt im Abtreibungsstreit

Abtreibungsbefürworter und Abtreibungsgegner bei einer Demonstration. Foto: Tagesschau

Im Streit um Einschränkungen bei Schwangerschaftsabbrüchen hat ein Chefarzt des Klinikums Lippstadt vor dem Landesarbeitsgericht Hamm einen Teilerfolg erreicht. Das Gericht entschied, dass das Krankenhaus ihm entsprechende Eingriffe zwar im Rahmen seiner Tätigkeit als Chefarzt untersagen darf. Dieses Verbot gilt jedoch nicht für seine Arbeit als Kassenarzt und seine private Praxis in Bielefeld. Darüber berichtete die Tagesschau.

Damit kann der Mediziner außerhalb seiner Chefarzttätigkeit wieder medizinisch indizierte Schwangerschaftsabbrüche durchführen, etwa in Fällen schwerer fetaler Erkrankungen oder fehlender Lebensfähigkeit des Kindes. Auch im Klinikum sind solche Eingriffe möglich, sofern sie im Rahmen seiner ambulanten Tätigkeit als Vertragsarzt erfolgen. Die interne Dienstanweisung des Hauses bleibt jedoch bestehen und erlaubt Schwangerschaftsabbrüche im stationären Bereich weiterhin nur in wenigen Ausnahmesituationen, etwa bei akuter Lebensgefahr für Mutter oder Kind.

Auslöser des Konflikts war die Fusion eines evangelischen mit einem katholischen Krankenhaus, nach der am Standort strengere Vorgaben für Schwangerschaftsabbrüche eingeführt wurden. Das Gericht bestätigte grundsätzlich das Recht des kirchlichen Trägers, bestimmte medizinische Leistungen im eigenen Haus auszuschließen. Die Haltung des Chefarztes zur Durchführung von Abbrüchen stößt jedoch auf erhebliche Kritik und sorgt seit längerem für öffentliche Kontroversen. Das Verfahren wurde von Demonstrationen begleitet, bei denen mehrere hundert Menschen für den Schutz ungeborenen Lebens eintraten.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass Bischof Clement ein Gebetsgottesdienst vor einer Abtreibungsklinik in New York feierte.

Lesen Sie auch

Metropolit Feodosij berichtet der UNO von religiösen Völkermord in der Ukraine

Der Leiter der Eparchie Tscherkassy berichtete internationalen Menschenrechtsaktivisten von Verletzungen der Rechte der Gläubigen und von Schikanen gegen die UOK.

Euthanasie an 25-jährigem Mädchen in Spanien

Trotz der Versuche ihres Vaters, den Selbstmord seiner Tochter gerichtlich zu verhindern, halfen spanische Ärzte ihr, im Alter von 25 Jahren zu sterben.

„Die Mutter Gottes wird als lebendige Ikone der Kirche verehrt“

Patriarch Daniel über die Bedeutung der Verkündigung und der Gottesmutter in der Heilsgeschichte

Erzpriester Dionisij Idavajn: „Der Herr nimmt schon den Versuch als Gebet an“

Predigt über Buße, Umkehr und die heilige Maria von Ägypten in der russisch-orthodoxen Gemeinde Hamburg

„Der Schmerz kann ein Weg werden, auf dem der Mensch Gott begegnet“

Priester Matthias Fröse spricht in einem neuen Video über Liebeskummer und geistliche Heilung

Frühjahrstreffen der rumänisch-orthodoxen Priester Ostdeutschlands in Berlin

Konferenz über medizinische Notfälle, Kommunikation und Konfliktbewältigung in Gemeinden