In Ludwigshafen nahmen Tausende Abschied von getötetem Zugbegleiter

Ausschnitt aus der Trauerfeier. Foto: SWR

Am 05. Februar 2026 haben sich mehr als tausend Personen in Ludwigshafen zu einer Trauerfeier für den verstorbenen Zugbegleiter Serkan C. zusammen versammelt. Vor der Alemi-Islam-Moschee versammelten sich seine Familie, Freunde, Kollegen sowie Repräsentanten aus Politik und Bahnwesen, um gemeinsam zu gedenken. Unter den Teilnehmenden befanden sich auch der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und der Oberbürgermeister der Stadt. Darüber berichtete SWR.

Der 36-jährige Familienvater war wenige Tage zuvor während seiner Arbeit in einem Regionalzug tödlich verletzt worden. Nach Angaben der Ermittler wurde er bei einer Fahrkartenkontrolle von einem Fahrgast ohne gültiges Ticket angegriffen und erlitt eine Hirnblutung, an deren Folgen er später starb. Ein Tatverdächtiger befindet sich in Untersuchungshaft, zu den Vorwürfen hat er sich bislang nicht geäußert.

Während der Zeremonie wurde der Sarg des Verstorbenen durch die Menge getragen. In Redebeiträgen würdigten Kollegen und politische Vertreter den Getöteten als engagierten Mitarbeiter und geschätzten Menschen. Nach dem Gebet soll der Leichnam in die türkische Stadt Gaziantep überführt werden, wo die Beisetzung im Familienkreis geplant ist. Der Vorfall hat bundesweit eine Diskussion über bessere Sicherheitsmaßnahmen für Beschäftigte im Bahnverkehr ausgelöst.

Zuvor hat die UOJ berichtet, das eine Ethikerin vor Normalisierung der Suizidassistenz warnte.

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