Klerus und Gläubige nahmen Abschied von Priester Georg Poloczek

Priester Georg Poloczek diente in der Frankfurter Gemeinde der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland. Foto: Gemeinde

Nach langer Krankheit ist Priester Georg Poloczek am Samstag, dem 31. Januar 2026, im Alter von 71 Jahren verstorben. Geistliche und Gläubige aus ganz Deutschland nahmen in Frankfurt und Wiesbaden Abschied von dem Priester der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) und erwiesen ihm die letzte Ehre, wie die ROKA auf ihrem Telegram-Kanal mitteilte.

Priester Georg Poloczek, 1954 in Dinkelscherben geboren, war über drei Jahrzehnte Mitglied der Frankfurter Gemeinde des Heiligen Nikolaus des Wundertäters der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland. Am Dienstag und Mittwoch konnten Gläubige in der Kirche Abschied nehmen; es folgten Stundengebet, Göttliche Liturgie und der Trauergottesdienst. Anschließend wurde der Verstorbene auf dem historischen Russischen Friedhof in Wiesbaden beigesetzt, ehe die Gemeinde zu einem Gedenkmahl zusammenkam.

Der aus Bayern stammende Geistliche wuchs in einer katholischen Familie auf, studierte Gartenbau in Weihenstephan und arbeitete später als Betriebswirt in der hessischen Landwirtschaftsverwaltung. In Frankfurt fand er zur Orthodoxie, wurde 1996 offiziell in die Russisch-Orthodoxe Kirche aufgenommen und wirkte viele Jahre auch als Chorsänger. 2012 erfolgte die Diakonenweihe, 2019 die Priesterweihe durch Metropolit Mark von Berlin und Deutschland.

Bis zuletzt engagierte sich der Geistliche zudem im Vorstand der Gesellschaft für Deutschsprachige Orthodoxie in Mitteleuropa (DOM). Die Aussegnung und Beerdigung leitete Metropolit Mark gemeinsam mit Bischof Hiob von Stuttgart. Gemeinde und Weggefährten würdigten seine Güte, seine seelsorgerliche Hingabe und die Geduld, mit der er seine Krankheit getragen habe, und verbanden den Abschied mit Gebeten für seine Ehefrau Sophia, seine Kinder und alle Angehörigen.

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