Patriarch Daniil rief zu innerer Nachfolge Christi auf
Patriarch Daniil zelebrierte in Sofia. Foto: Patriarchat
Bei einer patriarchalen Heiligen Liturgie in der Metropolitankathedrale in Sofia sind am Sonntag, dem 25. Januar 2026, Reliquien des heiligen Johannes von Russland und des heiligen David von Euböa für die Gläubigen zur Verehrung ausgestellt worden. Im Mittelpunkt stand die Predigt des bulgarischen Patriarchen Daniil über Gebet, Selbstverleugnung und das lebendige Beispiel der Heiligen. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Die Liturgie wurde von Patriarch Daniil gemeinsam mit zahlreichen Hierarchen und Geistlichen gefeiert, darunter Metropolit Chrysostomus von Chalkis sowie Bischof Nikodemus von Skopje. Während des Gottesdienstes waren ein Fragment der Reliquien des heiligen David von Euböa sowie ein Teil der Gewänder des heiligen Johannes von Russland im Zentrum der Kathedrale zur Verehrung ausgestellt.
In seiner Ansprache betonte Patriarch Daniil, dass Gott in jeden Menschen die Sehnsucht nach sich selbst gelegt habe. Gebet bedeute das Streben nach einer innigen Beziehung zu Gott; lasse diese Aufmerksamkeit nach, erkälte auch die Beziehung des Menschen zu Christus. Voraussetzung für die Gegenwart der göttlichen Gnade sei die Bereitschaft, allem Irdischen zu entsagen und Christus nachzufolgen, wie es das Evangelium fordere.
Als lebendige Beispiele dieser Selbsthingabe verwies der Patriarch auf die verehrten Heiligen. Der heilige Johannes von Russland habe Leiden auf sich genommen, ohne Christus zu verraten, und wirke bis heute durch zahlreiche Wunder für die Gläubigen. Ebenso erinnerte Patriarch Daniil an den heiligen David von Euböa, der in asketischem Leben und Demut große geistliche Gaben erlangte und die Einsamkeit der Gemeinschaft mit Gott vorzog.
Zum Abschluss dankte Patriarch Daniil der griechisch-orthodoxen Delegation für die Überbringung der Reliquien und hob deren geistliche Bedeutung für die Gläubigen hervor. Die Reliquien bleiben noch bis zum 26. Januar in der Metropolitankathedrale zur Verehrung und werden anschließend in das Kloster Trojan sowie nach Blagoevgrad überführt.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije in Belgrad die zentrale Rolle der Buße betonte.
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