In Augsburg feiert orthodoxe Gemeinde dieses Jahr ihr 90-Jähriges bestehen

Gemeindevorsteher Priester Alexander vor der Kirche. Foto: Bildschirmaufnahme aus dem Dokumentrafilm
Die orthodoxe Parochie „Freude aller Leidenden“ in Augsburg begeht in diesem Jahr ihr 90-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums hat die Gemeinde einen Dokumentarfilm veröffentlicht, der die Geschichte der Pfarrei von ihren Anfängen bis in die Gegenwart nachzeichnet. Der Film erzählt von den ersten orthodoxen Gottesdiensten russischer Emigranten in den 1930er-Jahren und markiert das Jahr 1936 als Beginn des organisierten Gemeindelebens. Der Film wurde auf dem YouTube-Kanal der Gemeinde veröffentlicht.
Im Mittelpunkt stehen die wechselvollen Jahrzehnte der Gemeinde, geprägt von Krieg, Migration und wiederholten Ortswechseln. Der Film zeigt, wie die Pfarrei über Hauskirchen sowie katholische und evangelische Gastkirchen schließlich vor rund 15 Jahren ein eigenes Gotteshaus erwerben konnte. Dokumentiert werden der umfassende Umbau, die Errichtung von Altar und Ikonostase, die Ausmalung der Kirche sowie die schrittweise liturgische und räumliche Ausgestaltung des heutigen Kirchenraums.
Darüber hinaus beleuchtet der Film das gegenwärtige Gemeindeleben mit regelmäßigen Gottesdiensten, einem gewachsenen Kirchenchor, aktiver Jugendarbeit, Sonntagsschule und deutschsprachigen Angeboten. Auch die Verbindung zur Stadt Augsburg und zur heiligen Märtyrerin Afra wird thematisiert. Zugleich richtet die Gemeinde den Blick nach vorn. Geplante bauliche Maßnahmen und neue seelsorgerische Projekte sollen das orthodoxe Leben in der Region weiter stärken.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass die rumänisch-orthodoxe Gemeinde einen Kindergarten in Gütersloh eröffnen will.
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