Patriarch Daniel: Dankbarkeit als Weg zu Demut und seelischer Heilung

Patriarch Daniel während seiner Predigt in der Kapelle der Patriarchalischen Residenz in Bukarest. Foto: Patriarchat

Dankbarkeit ist ein Zustand der Demut und der Heilung der Seele. Das betonte der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel am Sonntag, dem 18. Januar 2026, in der Kapelle der Patriarchalresidenz. In seiner Predigt nahm der Patriarch Bezug auf das Evangelium von der Heilung der zehn Aussätzigen (Lk 17,11–19), von denen nur einer zu Christus zurückkehrte, um Dank zu sagen, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete. 

Patriarch Daniel erklärte, der dankbare Samariter habe erkannt, dass seine Heilung ein Geschenk des barmherzigen Gottes sei, der durch Jesus Christus wirke. Damit habe er indirekt Christus als Geber des Lebens und Arzt der Seelen und Leiber bekannt. Die Frage Jesu „Sind nicht zehn geheilt? Wo sind denn die neun?“ sei zugleich ein Vorwurf an die Undankbaren und eine geistliche Lehre: Undank versetze den Menschen in einen ungesunden und unwürdigen Zustand.

Der Patriarch unterstrich, dass eine gesunde Seele sich in beständiger Dankbarkeit gegenüber Gott und den Mitmenschen zeige. Der gläubige Mensch danke Gott für die gesamte Schöpfung und ihre Gaben. Deshalb bringe die Kirche in der Heiligen Liturgie, insbesondere in der Eucharistie, regelmäßig Danksagung dar, die der höchste Ausdruck kirchlicher Dankbarkeit sei.

Abschließend rief Patriarch Daniel dazu auf, Dankbarkeit bewusst zu pflegen. Nicht Gott bedürfe des Dankes, sondern der Mensch selbst, um geistlich zu wachsen und in Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen zu bleiben. Undank hingegen schwäche diese Gemeinschaft und führe zu geistlicher Verarmung. Der Patriarch appellierte, allen zu danken, die zur leiblichen und geistigen Entwicklung des Menschen beitragen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass orthodoxe Bischöfe die Idee einer „Bosnischen Orthodoxen Kirche“ scharf zurückwiesen.

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