Metropolit Tichon rief Sonntag der Heiligkeit des Lebens aus

Metropolit Tichon von Washington bei einer der vergangenen Veranstaltungen zum Schutz des menschlichen Lebens. Foto: Metropolie

Metropolit Tichon hat als Oberhaupt der Orthodoxen Kirche in Amerika (OCA) den 25. Januar 2026 zum „Sonntag der Heiligkeit des Lebens“ erklärt. Der Gedenktag fällt zeitlich mit dem Marsch für das Leben in Washington, D.C., zusammen und wird von Gebet, Liturgie und öffentlichem Zeugnis begleitet. Darüber berichtete die Metropolie am 13. Januar 2026 auf ihrer Webseite.

Metropolit Tichon rief aus diesem Anlass Geistliche wie Gläubige zur Teilnahme an Gebet und kirchlichem Engagement für den Schutz des menschlichen Lebens auf.

Die orthodoxe Beteiligung am Marsch wird erneut von der Initiative „Orthodox Christians for Life“ koordiniert. Der Tag beginnt mit der Feier der Göttlichen Liturgie in der St.-Nikolaus-Kathedrale in Washington, gefolgt von einem gemeinsamen Frühstück. Anschließend versammeln sich die Teilnehmer auf der National Mall, wo Metropolit Tichon um 12.30 Uhr ein öffentliches Gebet für ein Ende der Abtreibung leitet, bevor der Marsch zum Gebäude des Obersten Gerichtshofs führt.

In seiner Botschaft an die Bischöfe, Geistlichen und Gläubigen der OCA verankert Metropolit Tichon den Lebensschutz theologisch in den Festen der Menschwerdung Christi. Christus habe jeden Abschnitt des menschlichen Lebens geheiligt, von der Geburt bis zum natürlichen Tod, und damit die unantastbare Würde jedes Menschen bekräftigt. Die Heiligkeit des Lebens sei kein abstraktes Prinzip, sondern Ausdruck der Liebe Gottes, die sich in Jesus Christus offenbart habe.

Der Metropolit betont, dass der Sonntag der Heiligkeit des Lebens nicht allein als Appell für rechtlichen Schutz verstanden werden dürfe. Vielmehr rufe er zu einer Kultur auf, die das körperliche und geistige Wohl aller Menschen in allen Lebensphasen fördert. Ziel sei ein gesellschaftliches Klima, in dem menschliches Leben als Gabe Gottes geachtet und als Begegnung mit seiner lebensspendenden Liebe erfahren werde.

Die UOJ berichtete zuvor, dass orthodoxe Bischöfe die Idee einer „Bosnischen Orthodoxen Kirche“ scharf zurückwiesen.

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