Metropolit Grigorije sprach über Stammbäume, Vaterschaft und göttliche Nähe

Metropolit Grigorije predigte in der Auferstehungskirche Berlin am Sonntag der Väter. Foto: Eparchie

Am 4. Januar 2026, dem 30. Sonntag nach Pfingsten und Sonntag der Väter, zelebrierte der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland die Heilige Liturgie in der Auferstehungskirche in Berlin. Konzelebriert wurde die Liturgie von Erzpriester-Stavrophor Veljko Gačić und Hierodiakon Vasilije Starovlah. In seiner Predigt setzte sich Metropolit Grigorije mit dem Matthäusevangelium vom Stammbaum und der Geburt Jesu (1,1–25) auseinander und stellte die Bedeutung von Vaterschaft und göttlicher Nähe heraus, wie die Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.

Metropolit Grigorije wies zunächst auf die im Evangelium genannten Stammbäume hin, die überwiegend männliche Namen, aber auch vier weibliche Namen enthalten – Tamar, Rahab, Rut und Batseba. Daraus leitete er die zentrale Rolle von Männern und Frauen in Gottes Heilsgeschichte ab: „Unter allen männlichen Stammvätern ist kein Durchbruch und kein Wunder ohne eine Frau möglich.“

Im Mittelpunkt der Predigt stand die Vaterschaft, die Metropolit Grigorije mit seiner eigenen Erfahrung ohne Vater verband. Ein Vater müsse „Stütze und Fels der Familie“ sein, erklärt er, während er zugleich die göttliche Barmherzigkeit betont: Gott sei jederzeit bereit, den Menschen inmitten von Chaos und menschlicher Unvollkommenheit zu begegnen. Am Beispiel des gerechten Josef zeigte der Metropolit, wie Glaube, Demut und Verantwortung die Grundlage für ein stabiles Familien- und Gemeindeleben bilden.

Abschließend hob Metropolit Grigorije die Bedeutung von Demut, Liebe und Gottes Nähe hervor: Jesus sei aus Liebe zu den Menschen Mensch geworden, und Väter sowie Gläubige könnten aus diesem Vorbild lernen, Stabilität und Fürsorge im Alltag zu leben. „Lasst uns mit diesem Gedanken in die Freude von Weihnachten eintreten“, schloss er.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Grigorije den heiligen Ignatius von Antiochia in Hildesheim ehrte.

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