In dem vom Krieg zerstörten Gaza ist die Zahl der Christen zurückgegangen
Palästinensische Gläubige in der griechisch-orthodoxen Kirche des Heiligen Porphyrius. Foto: The Jerusalem Post
Am 04. Januar 2026 erschien die Nachricht, dass im Gazastreifen nur noch eine sehr kleine christliche Minderheit existiert, die infolge jahrelanger Gewalt, wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit und anhaltender Abwanderung stark dezimiert wurde. Derzeit sind offiziell nur drei Kirchen unterschiedlicher Konfession in Betrieb. Während der Kampfhandlungen dienten diese Kirchen nicht nur religiösen Zwecken, sondern entwickelten sich zugleich zu Schutzräumen für zahlreiche Menschen. Besonders die Kirche der Heiligen Familie bot zeitweise mehr als 700 Christen Zuflucht, gegenwärtig leben dort noch etwa 450 Personen.
Darüber berichtete The Jerusalem Post.
Viele christliche Familien haben Gaza verlassen. Schätzungen zufolge leben im Gazastreifen nur noch rund 600 Christen. In den vergangenen Jahren kamen mehrere Dutzend von ihnen durch Kriegseinwirkungen oder mangelnde medizinische Versorgung ums Leben. Trotz dieser Lage feiern die verbliebenen Gläubigen Weihnachten in stark reduzierter Form.
Nach Aussagen von Priester Gabriel Romanelli ist die christliche Gemeinschaft in dieser Situation enger zusammengerückt. Gegenseitige Unterstützung, Hilfe für besonders Bedürftige und eine zurückhaltende Ausübung des Glaubens bestimmen die Feiertage. Die Weihnachtsfeiern sind klein, still und von Verlusten überschattet, dennoch halten die Christen in Gaza an ihrem Glauben, ihrer Gemeinschaft und der Hoffnung auf Frieden fest.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Ruanda die Regierung zehntausend evangelische Kirchen schloss.
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