Politischer Streit um das Papstkreuz im Wiener Donaupark entbrannt
Das Papstkreuz im Wiener Donaupark erinnert an den Besuch von Johannes Paul II. im Jahr 1983 und ist nun Gegenstand einer politischen Kontroverse. Foto: BambooBeast / Wikipedia
Im Wiener Donaupark ist eine politische Debatte um das Papstkreuz entbrannt. Die politische Partei NEOS will das monumentale Kreuz aus Anlass des Papstbesuchs von 1983 historisch einordnen, während die ÖVP den Vorstoß scharf kritisiert, wie das katholische Nachrichtenportal kath.net am 2. Januar 2026 berichtete.
Das 40 Meter hohe und 56 Tonnen schwere Stahlkreuz im Wiener Donaupark wurde anlässlich des Besuches von Papst Johannes Paul II. errichtet. Der Papst feierte dort 1983 vor rund 350.000 Gläubigen eine Heilige Messe – eine der größten Menschenansammlungen in Österreich seit dem Zweiten Weltkrieg.
Die NEOS in der Bezirksvertretung Donaustadt haben nun einen Antrag eingebracht, das Papstkreuz zu „kontextualisieren“. Nach Ansicht der Partei bedarf das Denkmal einer historischen und gesellschaftlichen Einordnung. Konkret schlagen die NEOS vor, in der Nähe des Kreuzes Gedenktafeln für Anna Göldi, Hypatia von Alexandria und Giordano Bruno aufzustellen – Personen, die Opfer von Verfolgung im Namen des Christentums geworden seien.
Die ÖVP lehnt diesen Vorschlag entschieden ab. Einen sachlichen Zusammenhang zwischen dem Papstbesuch und den genannten historischen Persönlichkeiten könne man nicht erkennen. Gegenüber der Kronen Zeitung wertete die Volkspartei den Antrag als „boshaften Akt gegen das christliche Erbe Österreichs“ und als Zeichen mangelnder Wertschätzung religiöser Symbole.
Der Antrag der NEOS wurde der zuständigen Kulturkommission zugewiesen und wird dort weiter beraten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Daniel das Gedenkjahr der Seelsorge an der christlichen Familie und der heiligen Frauen eröffnete.
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