Zwei Drittel der Österreicher bewerten das Miteinander mit Muslimen negativ
Besonders das Zusammenleben mit Muslimen sehen die Österreicher kritisch; im Bild das das Islamische Zentrum Wien. Foto: C.Stadler/Bwag / Wikipedia
Die Einschätzung der österreichischen Bevölkerung zur Integration bleibt auch Ende 2025 deutlich kritisch. Das aktuelle Integrationsbarometer zeigt insbesondere große Vorbehalte gegenüber dem Zusammenleben mit Muslimen und Flüchtlingen, während Ukrainer überwiegend positiv wahrgenommen werden, wie das katholische Nachrichtenportal kath.net am 31. Dezember 2025 berichtete.
Laut dem zum Jahresende präsentierten Integrationsbarometer 2025 halten 72 Prozent der Befragten die Integration in Österreich für schlecht oder sehr schlecht. 68 Prozent bezweifeln, dass das Land die Zuwanderung insgesamt bewältigen kann. Studienleiter Peter Hajek sprach von einer über Jahre hinweg „unglaublich stabilen“ Einschätzung in der Bevölkerung. Eine feste Minderheit lehne Zuwanderung grundsätzlich ab, die Mehrheit zeige sich jedoch unter klaren Rahmenbedingungen integrationsbereit.
Besonders deutlich fällt die Kritik beim Zusammenleben mit Muslimen aus. Rund zwei Drittel der Befragten sind der Ansicht, dass das Miteinander schlecht funktioniere. Der entsprechende Saldo aus positiven und negativen Bewertungen liegt bei minus 41. Auch das Zusammenleben mit Flüchtlingen wird mehrheitlich problematisch gesehen. Deutlich positiver beurteilt wird hingegen die Integration von Ukrainern, bei denen sich ein positiver Saldo von plus 24 ergibt.
Als zentrale Sorgen nennen die Befragten den politischen Islam, mangelnde Deutschkenntnisse, ein als problematisch empfundenes Frauenbild sowie die mögliche Ausnützung des Sozialsystems. Entsprechend groß ist die Zustimmung zu restriktiven Maßnahmen: 86 Prozent befürworten Kürzungen von Sozialleistungen bei mangelnder Integrationsbereitschaft, rund 80 Prozent sprechen sich dafür aus, Sozialleistungen erst nach Abschluss des Integrationsprozesses zu gewähren. Das in Umsetzung befindliche Kopftuchverbot unterstützen 73 Prozent, Einschränkungen beim Familiennachzug 68 Prozent.
Unterschiede zeigen sich auch je nach Lebensbereich. Am Arbeitsplatz wird das Zusammenleben vergleichsweise positiv wahrgenommen, während Schulen und der öffentliche Raum deutlich schlechter bewertet werden. Insgesamt zählen Zuwanderung und Integration weiterhin zu den größten Sorgen der Bevölkerung – noch vor dem Gesundheits- und Pflegesystem, aber hinter der Teuerung.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Daniel das Gedenkjahr der Seelsorge an der christlichen Familie und der heiligen Frauen eröffnete.
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