Erzbischof Makarios rief zu Nächstenliebe nach der Lehre von Seraphim Rose auf
Erzbischof Makarios von Kenia betonte in seinem Weihnachtsrundschreiben 2025 die Lehre von Seraphim Rose. Foto: Etsy
In seinem Weihnachtsrundschreiben 2025 hat Erzbischof Makarios von Kenia (Patriarchat von Alexandria) die Gläubigen angesichts wirtschaftlicher Not zu Solidarität und tätiger Nächstenliebe aufgerufen. Dabei zitierte er ausdrücklich die Lehre von Priester Seraphim Rose, dessen Verehrung in der orthodoxen Welt weiter zunimmt. Der Erzbischof veröffentlichte das Schreiben auf seiner Facebook-Seite.
Der Erzbischof erinnerte daran, dass viele Familien in Kenia und Ostafrika derzeit unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen leben. Die Geburt Christi in Armut zeige jedoch, so Erzbischof Makarios, dass Gott den Menschen gerade in Not und Bedrängnis nahe sei. Er rief die Gläubigen auf, füreinander Verantwortung zu übernehmen und das Wenige, das vorhanden sei, miteinander zu teilen, damit niemand an den festlichen Tischen vergessen werde.
In diesem Zusammenhang verwies der Erzbischof auf die Lehre von Vater Seraphim Rose. Wahres Christentum, so zitierte er den Geistlichen, erschöpfe sich nicht in Worten, sondern zeige sich in Buße, Demut und einer Liebe, die sich dem Leid des Nächsten öffne. Ein von Christus berührtes Herz könne gegenüber fremdem Leiden nicht gleichgültig bleiben.
Die Verehrung von Seraphim Rose ist in der orthodoxen Welt bereits weit verbreitet. Anfang Dezember setzte die Russisch-Orthodoxe Kirche außerhalb Russlands eine Kommission ein, um Leben und Verehrung des Geistlichen offiziell zu prüfen, mit Blick auf eine mögliche Kanonisation.
Auch andere orthodoxe Kirchen würdigten Seraphim Rose öffentlich. Metropolit Neophytos von Morphou (Kirche von Zypern) bezeichnete ihn als Heiligen; zudem kam es zu einer lokalen Kanonisation in einer Diözese der Georgisch-Orthodoxen Kirche. Zuletzt erschien ein ihm gewidmetes Buch, übersetzt und veröffentlicht von einer Diözese der Makedonisch-Orthodoxen Kirche – Erzbistum Ohrid.
Die UOJ berichtete zuvor, dass im neuen Baptisterium des orthodoxen Kirchenzentrums München eine erste Taufe stattfand.
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