Erzbischof Maxim von Los Angeles predigte über Berufung und das Reich Gottes
Erzbischof Maxim von Los Angeles und Westamerika zelebriert die Heilige Liturgie in der serbisch-orthodoxen St.-Sava-Kirche in Berlin, konzelebriert von Erzbischof Grigorije und weiteren Geistlichen. Foto: Eparchie
Am Sonntag, dem 28. Dezember 2025, wurde in der serbisch-orthodoxen Kirche des heiligen Sava in Berlin von Erzbischof Maxim von Los Angeles und Westamerika und Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland die Heilige Liturgie gefeiert. Im Mittelpunkt stand das Evangelium vom großen Gastmahl (Lk 14,16–24). Darüber berichtete die Eparchie auf ihrer Webseite.
Nach der Evangelienlesung richtete sich Erzbischof Maxim mit einer ausführlichen Predigt an die Gläubigen: Ausgehend vom Wort Jesu „Viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt“ legte der Prediger das Gleichnis vom großen Abendmahl aus. Das „Abendessen“ wurde dabei als Hinweis auf das eschatologische Mahl des Reiches Gottes verstanden – das endgültige Ziel der Menschheitsgeschichte und der Gemeinschaft mit Gott.
Erzbischof Maxim betonte, dass die im Gleichnis genannten Ausreden der Geladenen sinnbildlich für weltliche Sorgen, Pflichten und auch Freuden stehen, die den Menschen von der Begegnung mit Gott abhalten können. Diese könnten, so die Mahnung, leicht zu Gründen werden, die Einladung Gottes auszuschlagen.
Zugleich hob die Predigt den universalen Charakter der göttlichen Berufung hervor. Gott rufe alle Menschen, und in der Heiligen Eucharistie werde diese Einladung konkret erfahrbar. Die Feier der Liturgie sei ein Vorgeschmack auf das kommende Reich Gottes, in dem Christus selbst die unvergängliche Speise ist.
Die UOJ berichtete zuvor, dass im neuen Baptisterium des orthodoxen Kirchenzentrums München eine erste Taufe stattfand.
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