UOK-Verwalter an serbische Medien: „Freiwillige Übergänge“ zur OKU sind Lüge

Metropolit Antonij. Foto: Facebook-Seite des Metropoliten

Der Verwaltungsleiter der UOK, Metropolit Antonij (Pakanitsch) erklärte in einem Interview mit dem serbischen Portal „Život Crkve“, dass die sogenannten freiwilligen Übertritte von Gemeinden zur OKU nichts anderes als das Ergebnis einer geheimen Umschreibung von Kirchen und anderem Kircheneigentum auf eine andere Konfession seien, woraufhin die „neuen Eigentümer“ die Priester vor vollendete Tatsachen stellten.

Nach den Worten des Bischofs bleibt das Thema eines möglichen Verbots der UOK trotz der offensichtlichen Verfassungswidrigkeit und des Widerspruchs zum Völkerrecht auf der Tagesordnung. Es haben bereits drei Gerichtsverhandlungen zu diesem Fall stattgefunden, die nächste ist für den 24. Februar 2026 angesetzt. Parallel dazu gibt es in den Regionen Versuche, die Tätigkeit der Kirche auf lokaler Ebene einzuschränken und ihre Kirchen und Klöster einer anderen Konfession zu übertragen.

Metropolit Antonij betonte, dass derzeit oft nicht einmal mehr Versammlungen der Gemeinden inszeniert werden. Kirchen und Kircheneigentum werden heimlich auf die OKU umgeschrieben, woraufhin den Vertretern der UOK einfach mitgeteilt wird, dass sie nicht mehr „Eigentümer” sind. Die Umsetzung solcher Entscheidungen werde, seinen Worten zufolge, von staatlichen Sicherheitskräften gewährleistet. Auf diese Weise werde der Anschein „freiwilliger Übergänge” erweckt, von denen Vertreter der OKU öffentlich sprechen.

Gleichzeitig erinnerte der Bischof daran, dass die Kirche nicht mit Eigentum und Gebäuden gleichgesetzt werden darf. Selbst wenn ihnen ihre Kirchen genommen werden, bleiben die Gläubigen und Geistlichen der UOK treu und setzen ihr Gottesdienstleben in provisorischen Räumlichkeiten fort. Die besetzten Kirchen stehen in der Regel leer.

In Bezug auf die Reaktion des Patriarchats von Konstantinopel stellte der Verwalter der UOK fest, dass keine einzige offizielle und eindeutige Erklärung des Phanars bekannt sei, in der die gewaltsame Besetzung von Kirchen, die Misshandlung von Gläubigen und die Angriffe auf Geistliche verurteilt würden. Dieses Schweigen werde von den Gläubigen als äußerst schmerzhaft und verführerisch empfunden.

Wie die UOJ berichtete, sei der Phanar nach den Unruhen in Tscherkassy bereit, den Tomos zu widerrufen.

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