„Christus kommt, um die Welt zu heiligen und Dankbarkeit zu lehren“

Patriarch Daniel bei der Weihnachtsliturgie in der Patriarchalkathedrale von Bukarest, wo er die geistliche Bedeutung von Dankbarkeit, Menschwerdung und den Gaben der Weisen erläuterte. Foto: Patriarchat

Zum Fest der Geburt des Herrn hat der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel in der Patriarchalkathedrale in Bukarest die zentrale Bedeutung von Dankbarkeit, Menschwerdung und geistlichem Opfer hervorgehoben. In seiner Predigt deutete er Weihnachten als Ruf zur Eucharistie, zum rechten Glauben und zu einem reinen Leben. Das Patriachat veröffentlichte die Predigt auf seiner Webseite.

Patriarch Daniel erklärte, Christus sei in die Welt gekommen, um sie zu heiligen und die Menschen zu lehren, Gott für die Schöpfung und das eigene Leben zu danken. Dieses Dankgebet Christi an den Vater für alles Geschaffene bezeichnete er als Wesen der Eucharistie, der Danksagung. Der Patriarch zelebrierte die Heilige Liturgie gemeinsam mit Patriarchalvikar Bischof Varlaam von Ploiești und Vikar-Bischof Timotei von Prahova.

Ein weiterer Grund für das Kommen des Sohnes Gottes sei, so Daniel, dass Christus das Ebenbild des Vaters sei. Die Kirchenväter hätten die Schöpfung des Menschen „nach dem Bild Gottes“ als Schöpfung nach dem Bild des Sohnes verstanden. Christus werde Mensch, weil der Mensch nach seinem Bild geschaffen sei und die Welt ein Geschenk des Vaters an den Sohn darstelle.

Ausführlich ging der Patriarch auf die Gaben der Weisen ein. Gold stehe für Christus als ewigen König, Weihrauch für seine Gottheit und sein ewiges Priestertum, Myrrhe verweise prophetisch auf sein Leiden, seinen Tod und die Auferstehung. Die Weisen hätten damit bereits das ganze Heilsgeheimnis bezeugt.

Abschließend rief Patriarch Daniel die Gläubigen dazu auf, dem Christuskind heute geistliche Gaben darzubringen: rechten Glauben und gute Taten anstelle von Gold, inbrünstiges Gebet statt Weihrauch und ein reines, von selbstsüchtigen Leidenschaften befreites Leben anstelle von Myrrhe. Zum Ende der Predigt gratulierte er allen Christen mit dem Namen Christian und seinen Ableitungen zum Namenstag.

Die UOJ berichtete zuvor, dass ROKA-Metropolit Antonij auch in schwieriger Zeit panorthodoxe Einheit bewahrte.

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