Ungarische Regierung fördert Wiederaufbau des Klosters Srpski Kovin

Das Kloster Mariä Himmelfahrt in Srpski Kovin gilt als ältestes serbisch-orthodoxes Kloster Ungarns und wird nun mit staatlicher Unterstützung saniert. Foto: Kloster
Die ungarische Regierung unterstützt den Wiederaufbau des Klosters Mariä Himmelfahrt in Srpski Kovin mit staatlichen Mitteln. Bei einem Pressetermin im Kloster informierten Kirche und Politik über die geplanten Maßnahmen zum Erhalt des bedeutenden geistlichen und kulturellen Erbes. Darüber berichtete das serbische Patriarchat auf seiner Webseite.
Am 22. Dezember 2025 haben Vertreter der serbisch-orthodoxen Diözese Buda und des ungarischen Staatssekretariats für die Beziehungen zu Kirchen und nationalen Minderheiten im Kloster Mariä Himmelfahrt in Srpski Kovin den bevorstehenden Wiederaufbau des Klosters vorgestellt. Zahlreiche Medienvertreter nahmen an der gemeinsamen Erklärung teil.
Der Historiker Dr. Kosta Vuković erläuterte die historische, kulturelle und künstlerische Bedeutung des im 12. Jahrhundert gegründeten Klosters, das als älteste serbisch-orthodoxe Gründung im heutigen Ungarn gilt. Staatssekretär Miklós Šoltes kündigte an, dass die ungarische Regierung 100 Millionen Forint (rund 250.000 Euro) für die Sanierung bereitstellt. Zugleich betonte er die guten Beziehungen zwischen dem Staat und der serbisch-orthodoxen Kirche und stellte weitere Unterstützung für serbisch-orthodoxe Gemeinden in Aussicht.
Metropolit Lukian von Buda dankte der Regierung für die Hilfe und verwies auf den schlechten baulichen Zustand des Klosters. Die zugesagten Mittel sollen vor allem für die Dachsanierung verwendet werden. Der Metropolit äußerte die Hoffnung, dass dies nur der erste Schritt einer umfassenden Restaurierung des Heiligtums sei.
Die geplante Renovierung umfasst neben der Dachreparatur auch die Neugestaltung des Kircheninneren, die Restaurierung von Fresken und Ikonostase, Maßnahmen gegen Feuchtigkeit sowie die Digitalisierung der Wandmalereien. Begleitet wird das Projekt von einem Spendenaufruf der Klosterverwaltung, die zur weiteren Unterstützung des Vorhabens aufruft.
In die jüngere Geschichte des Klosters fällt auch ein bedeutendes geistliches Ereignis: Am 1. November 2025 wurde im Kloster Srpski Kovin wieder eine Mönchsweihe vollzogen. Der Novize Nikola Džavrić erhielt bei der Tonsur den Namen Nestor. Die Zeremonie unter dem Vorsitz von Metropolit Lukian markiert die erneute Belebung des klösterlichen Lebens, das erst 2003 wieder aufgenommen worden war. Das Kloster liegt im Ort Ráckeve, 40 Kilometer südlich von Budapest.
Die UOJ berichtete zuvor, dass beim orthodoxen Winterseminar in München die Familie thematisch im Mittelpunkt stehen wird.
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