Lesbische Erzbischöfin von Wales bedauerte Kirchenaustritte anderer
Cherry Vann. Foto: Charisma
Am 23. Dezember 2025 erschien die Nachricht, dass die Kirche in Wales weiter an Rückhalt verliert. Erzbischöfin Cherry Vann, die seit dem Sommer im Amt ist und offen in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt, bestätigte gegenüber der BBC, dass ihre Ernennung für manche Gläubige Anlass gewesen sei, der Kirche den Rücken zu kehren. Diese Reaktionen seien schmerzhaft, sagte sie, zugleich verfolge die Kirche weiterhin das Ziel, sich stärker für sexuelle Minderheiten zu öffnen. Darüber berichtete Charisma.
Innerhalb der anglikanischen Gemeinschaft stößt dieser Kurs jedoch auf wachsenden Widerstand. Kritiker verweisen darauf, dass kirchliche Lehre und kirchliches Amt traditionell an bestimmte moralische Maßstäbe gebunden seien. Während Nächstenliebe und Offenheit gegenüber allen Menschen zum christlichen Selbstverständnis gehörten, werde die öffentliche Akzeptanz bestimmter Lebensformen im kirchlichen Leitungsamt von vielen Gläubigen als Bruch mit überlieferten Glaubensgrundlagen empfunden. Das Vertrauen in die geistliche Orientierung der Kirche leide darunter zunehmend.
Verschärft wird die Situation durch die ohnehin fragile Lage der Kirche in Wales. Vanns Amtsübernahme folgte auf eine Phase schwerer interner Krisen, die von Führungsversagen und strukturellen Problemen geprägt war. In diesem Umfeld wächst bei Teilen der Mitgliedschaft der Eindruck, dass grundlegende Fragen von Glaubwürdigkeit und theologischer Klarheit hinter gesellschaftspolitischen Signalen zurücktreten. Der Mitgliederrückgang erscheint vielen daher weniger überraschend als Ausdruck einer tiefergehenden Entfremdung.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass eine Frau in Glasgow eine Anklage wegen Gesprächsbereitschaft vor Abtreibungsklinik erhielt.
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