In Deutschland wurden mehrere Kirchen geschlossen
Symbolbild einer geschlossenen Kirche. Foto: Deutschlandfunk
Am 22. Dezember 2025 erschien die Nachricht, dass im Jahr 2025 in Deutschland mindestens 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen dauerhaft außer Nutzung gestellt worden sind. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits in den vergangenen Jahren deutlich sichtbar war. Schon 2024 lag die Zahl der aufgegebenen Kirchen höher, was zeigt, dass der strukturelle Rückzug weiterhin anhält. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur Deutschlandfunk.
Dabei ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Zahl noch größer ist. Nicht jede Entwidmung eines Kirchengebäudes wird öffentlich dokumentiert, weshalb ein vollständiger Überblick schwierig bleibt. Auch für die evangelischen Kirchen liegen bislang keine abschließenden Zahlen vor, sodass das gesamte Ausmaß des Kirchenabbaus in Deutschland nur eingeschätzt werden kann.
Insgesamt existieren bundesweit rund 44.000 katholische und evangelische Kirchen und Kapellen. Wird ein Kirchengebäude aufgegeben, erfolgt in der Regel eine sogenannte Profanierung, also die formale Aufhebung seiner sakralen Bestimmung. Hintergrund dieser Entwicklung ist der seit Jahren anhaltende Mitgliederrückgang der großen christlichen Kirchen. Demografischer Wandel, Kirchenaustritte und veränderte religiöse Bindungen führen dazu, dass immer weniger Gemeinden die Unterhaltung ihrer Gebäude langfristig sichern können.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass das rumänische Patriarchat einen orthodoxen Streaming-Dienst gestartet hat.
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