In Bagdad wurde eine armenische Kirche restauriert

Die renovierte Gemeinde. Foto: Shafaq News

Die armenisch-orthodoxe Kirche St. Krikor im Herzen Bagdads ist nach jahrzehntelangem Verfall wieder für Gläubige geöffnet worden. Das Gotteshaus wurde erstmals seit 1957 grundlegend restauriert. Über die Wiedereröffnung berichtete die irakische Nachrichtenagentur Shafaq News.

Bei der Zeremonie war der geschäftsführende Ministerpräsident Mohammed Shia al-Sudani anwesend. Er hob hervor, dass die Sanierung ein Zeichen für die religiöse und kulturelle Vielfalt des Landes sei und den Willen unterstreiche, das historische Erbe Bagdads zu bewahren. Zugleich verwies er darauf, dass die Kirche auch als Erinnerungsort an zivile Opfer terroristischer Gewalt stehe.

Der Regierungschef erklärte, der Irak habe die Phase des Terrorismus hinter sich gelassen und richte den Blick nun auf Stabilisierung, Wiederaufbau und Entwicklung. Die Arbeiten an St. Krikor seien Teil eines größeren Vorhabens, historische Stadtviertel und religiöse Stätten zu erhalten. Die christliche Bevölkerung des Landes, zu der auch die Armenisch-Orthodoxen gehören, ist seit 2003 stark geschrumpft und zählt heute nach Schätzungen weniger als 250.000 Menschen.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Würzburg eine äthiopisch Gemeinde eine katholische Kirche übernommen hat.

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