Senator: Aktion zum Schutz der UOK im Kapitol ist „russische Propaganda“
Charles Ernest „Chuck“ Grassley – US-Senator aus Iowa. Foto: grassley.senate.gov
Am 16. Dezember 2025 hielt der US-Senator Chuck Grassley im Kongress eine Rede, in der er das im Kapitol abgehaltene orthodoxe Gipfeltreffen zum Schutz der UOK kritisierte und die Diskussion über deren Verfolgung als „russische Propaganda“ bezeichnete. Darüber berichtet die UOJ in den USA.
In seiner Rede erklärte der Senator, dass die Teilnehmer der Veranstaltung angeblich die ROK vertreten hätten, obwohl nach Angaben der Organisatoren Vertreter mehrerer orthodoxer Jurisdiktionen, darunter auch der Griechisch-Orthodoxen Erzdiözese, an dem Gipfeltreffen teilgenommen hätten. Grassley warf den Organisatoren des Treffens außerdem vor, seiner Meinung nach falsche Behauptungen über die Unterdrückung der UOK durch die ukrainischen Behörden zu verbreiten.
Der Senator legte jedoch keine Beweise vor, die die zuvor festgestellten und öffentlich dokumentierten Fälle von Druck auf die UOK widerlegen würden. Als Argument führte er die Verfolgung religiöser Minderheiten durch die Russische Föderation in den von ihr kontrollierten Gebieten der Ukraine an und kam zu dem Schluss, dass die Regierung von Wolodymyr Selenskyj die UOK nicht verfolgt.
Die UOJ in den USA wandte sich an die Pressestelle des Senators mit der Frage, ob er Menschenrechtsverletzungen durch beide Seiten im Rahmen eines bewaffneten Konflikts für möglich hält. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels lag noch keine Antwort aus dem Büro von Grassley vor.
An dem von der St. John's Society organisierten allorthodoxen Aktion nahmen auch die Mitglieder des US-Repräsentantenhauses Anna Paulina Luna, Eli Crane und Derrick Van Orden teil. Die Veranstaltung war der Diskussion über die Lage der UOK und Fragen der Religionsfreiheit unter den Bedingungen des anhaltenden Konflikts gewidmet.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass sich Orthodoxe in Washington für die UOK ausgesprochen hatten.
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