Metropolit Grigorije zelebrierte im Ethnodorf von Emir Kusturica

Metropolit Grigorije predigte in der Kirche des Heiligen Sava in Drvengrad. Foto: Metropolie

Am 4. Dezember 2025, dem Fest Mariä Einführung in den Tempel, zelebrierte der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland in der Kirche des Heiligen Sava im serbischen Ethnodorf Drvengrad bei Mokra Gora die Heilige Liturgie. In seiner Predigt stellte er die zentrale Rolle des Zuhörens im geistlichen Leben heraus und verband die biblische Erzählung von Maria und Martha mit der heutigen Praxis des Glaubens. Darüber berichtete die serbische Eparchie auf ihrer Webseite.

Metropolit Grigorije erläuterte anhand des Lukasevangeliums (10,38-42), dass Maria von Bethanien das Wort Gottes bewahrte und in ihr Herz aufnahm, wodurch sie zum Vorbild für alle Gläubigen wird.

„Wichtiger als unser Tun ist, was wir werden, und wir werden zu dem, was wir hören und was wir in unser Herz aufnehmen“, erklärte er. Dabei betonte er die besondere Bedeutung der Ohren im Vergleich zur Zunge: Zuhören ermögliche geistliches Wachstum und moralische Entwicklung, während die Zunge auch Schaden anrichten könne.

Der Metropolit machte deutlich, dass die aktive Umsetzung des Gehörten entscheidend für ein christliches Leben sei. Wer das Wort Gottes in Herz und Tat bewahre, könne ein Leben in Weisheit, Tugend und göttlicher Nähe führen. „Aus dem Schatz eines guten Herzens werden gute Worte und gute Taten hervorkommen“, so Grigorije. Damit verband er die Predigt mit einem praktischen Aufruf, im Alltag aufmerksam zuzuhören und das Gehörte bewusst umzusetzen.

Die Predigt stellte die innere Haltung über äußiges Tun und die transformative Kraft des Wortes Gottes in den Mittelpunkt. Metropolit Grigorije schloss mit einem Appell, aufmerksam zuzuhören, um Weisheit und Tugend in Herz und Leben zu tragen.

Drvengrad, auch bekannt als Mećavnik, ist ein einzigartiges Ethnodorf in Serbien auf dem Mećavnik-Hügel in Mokra Gora, Bezirk Zlatibor. Es wurde nach der Idee des Regisseurs Emir Kusturica für Dreharbeiten zu seinem Film „Das Leben ist ein Wunder“ gegründet und nach traditionellen Blockhausprinzipien erbaut.

Das Dorf hat rechteckige Form, eine zentrale Hauptstraße und einen mit Holzwürfeln gepflasterten Platz, der von authentischen Blockhäusern umgeben ist. Im Zentrum steht die dem Heiligen Sava geweihte orthodoxe Holzkirche mit hölzernem Glockenturm. Drvengrad beherbergt zudem Hotels, Restaurants, Kunsthandwerksläden und kulturelle Einrichtungen wie eine Fotogalerie und ein Untergrundkino.

Kusturica beschreibt Drvengrad als eine Stadt, „die aussieht, als wäre sie schon immer bewohnt gewesen. Aber das war sie nie.“ Internationale Anerkennung erhielt das Dorf unter anderem von der Philippe Rottier Architekturstiftung als herausragende architektonische Leistung Europas. 2005 konvertierte Kusturica zur Orthodoxie.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Johannes in Sofia vor Ökumenismus ohne Buße gewarnt hatte.

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