US-Gericht stoppte vorläufig Trumps Kürzung von Medicaid-Mitteln für Planned Parenthood

Oberster Gerichtshofs der Vereinigten Staaten. Foto: Der Standard

Am 3. Dezember 2025 entschied die Bundesrichterin Indira Talwani, dass das Gesetz „One Big Beautiful Bill Act“, mit dem 22 Bundesstaaten verpflichtet werden sollten, Organisationen mit Abtreibungsangeboten von Medicaid auszuschließen, wahrscheinlich gegen die US-Verfassung verstößt. Die Regelung hätte Einrichtungen wie Planned Parenthood den Zugang zu Medicaid-Mitteln entzogen, sofern sie Abtreibungen anbieten und mehr als 800.000 Dollar pro Jahr aus dem Programm erhielten. Die Verfügung gilt zunächst für sieben Tage, damit die Regierung Berufung einlegen kann. Über das Urteil berichtete DerStandard.

Die Entscheidung fällt inmitten einer anhaltenden politischen Auseinandersetzung über Abtreibungsrechte in den USA, die sich seit der Aufhebung des landesweiten Schutzes durch den Supreme Court im Jahr 2022 weiter verschärft hat. Zahlreiche republikanisch regierte Staaten haben den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen seitdem stark eingeschränkt oder vollständig untersagt. Planned Parenthood, das landesweit Kliniken für Familienplanung und Frauengesundheit betreibt, berichtet, dass mindestens 20 Zentren schließen mussten, nachdem das Gesetz im September vorübergehend in Kraft treten konnte.

Parallel dazu erklärte Präsident Trump am Dienstag sämtliche mit einer Signiermaschine bestätigten Begnadigungen von Joe Biden für ungültig. Mehrere Rechtsexperten stellten jedoch umgehend klar, dass ein Präsident die Begnadigungen seines Vorgängers nicht aufheben könne und es dafür keinerlei verfassungsrechtliche Grundlage gebe. Die Diskussion knüpft an die bereits länger andauernde Debatte über die Nutzung des Begnadigungsrechts in den USA an.

Zudem verschärfte Trump seine Rhetorik im Kampf gegen den Drogenschmuggel aus der Karibik und schloss Angriffe auf weitere Länder neben Venezuela nicht aus. Auch das Heimatschutzministerium kündigte einen neuen Einsatz gegen Migranten in New Orleans an, obwohl laut New York Times{target="_blank"} viele der zuletzt Festgenommenen keine kriminelle Vorgeschichte hatten.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass Video-Aufnahmen über Spätabbrüche in Kanada breite Reaktionen ausgelöst haben.

Lesen Sie auch

Kirche Griechenlands bekräftigt Position zu LGBT-Ehen nach Gerichtsurteil

Der Synod der Griechisch-Orthodoxen Kirche hat sich nach einem Gerichtsurteil in Griechenland erneut gegen gleichgeschlechtliche Ehen und Adoptionen ausgesprochen und damit seinen bisherigen Standpunkt bekräftigt.

US-Außenministerium untersucht Sterbehilfe für spanisches Vergewaltigungsopfer

Die Trump-Regierung warf Madrid nach der Sterbehilfe an der 25-jährigen Noelia Castillo „systemische Versäumnisse im Bereich der Menschenrechte“ vor.

LGBT-Aktivisten kritisieren Harry-Potter-Serie wegen Rowling

Trans-Aktivisten kritisierten das Projekt aufgrund von J. K. Rowlings Haltung zu Gender-Fragen.

Metropolit Serafim besuchte Gemeinden in Leipzig und Dresden

Pastoralbesuch mit Krankensalbung, Liturgie und Weihen in der Fastenzeit

Patriarch Daniel: Gebet, Buße und Fasten führten Maria zur Heiligkeit

Rumänischer Patriarch würdigte am fünften Fastensonntag das Vorbild der heiligen Maria von Ägypten und betont die Bedeutung demütigen Dienstes

Priester Matthias Fröse bittet um Unterstützung für Online-Seelsorge

Neues YouTube-Video über die geistliche Gemeinschaft orthodoxer Christen im deutschsprachigen Raum und den Ausbau der Arbeit in Meisenheim