Prozess nach Messerattacke am Holocaust-Mahnmal wurde eröffnet
Angeklagter vor Gericht. Foto: Handelsblatt
Am 20. November 2025 wurde bekannt, dass neun Monate nach der Messerattacke auf einen spanischen Touristen am Holocaust-Mahnmal in Berlin der Prozess gegen den 19-jährigen Syrer begonnen hat. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und versuchte Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor. Sie geht von einer radikal-islamistisch und antisemitisch motivierten Tat aus. Darüber berichtet Handelsblatt.
Der junge Mann soll am 21. Februar 2025 gezielt das Holocaust-Mahnmal aufgesucht haben, um im Namen des „Islamischen Staats“ einen Menschen anzugreifen. Er soll das Messer online beschafft, sich zuvor dem IS angedient und den Angriff als „religiösen Auftrag“ betrachtet haben. Der Tourist wurde im Stelenfeld von hinten attackiert und schwer verletzt, überlebte jedoch dank schneller Hilfe.
Der Angeklagte wurde kurz darauf in der Nähe des Tatorts festgenommen; er soll Blutspuren an Händen und Kleidung gehabt haben. Seit seiner Einreise 2023 lebte er als unbegleiteter Minderjähriger in Deutschland. Sein Opfer, das bis heute an einer posttraumatischen Belastungsstörung und Nervenschäden leidet, wird am 3. Dezember aussagen.
Das Gericht muss entscheiden, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewendet wird. Bei einer Erwachsenenstrafe wäre eine lebenslange Freiheitsstrafe möglich. Der Prozess wird am 26. November mit Zeugenvernehmungen fortgesetzt und ist bis Ende Januar 2026 terminiert.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass ein Katholischer Bischof aus Nigeria vor zunehmender Gewalt warnte.
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