Patriarch Daniel rief in Bukarest zu Barmherzigkeit und Nächstenliebe auf

Patriarch Daniel predigte zum Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Foto: Patriarchat

Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel erinnerte in seiner Predigt am Sonntag, dem 16. November 2025, in der Patriarchalresidenz an die zentrale Botschaft des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter: Jeder Mensch, ungeachtet von Herkunft, Alter oder sozialem Status, sei von Gott unendlich geliebt und zur Nächstenliebe berufen. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

Patriarch Daniel unterstrich, dass jeder Mensch einen „einzigartigen und ewigen Wert“ in Gottes Liebe besitzt. Zugleich könne jeder Christ „zu den Händen Gottes“ werden, indem er Mitmenschen aufrichtet und heilt – unabhängig davon, ob es sich um einen Bekannten oder völlig Fremden handelt. Nächstenliebe, so der Patriarch, richte sich nicht auf das soziale Umfeld, sondern auf jeden Bedürftigen.

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10,25–37) sei nicht nur eine schöne Erzählung aus vergangener Zeit, sondern ein direkter Auftrag zum Handeln in der Gegenwart. Die Kirche folge diesem Ruf seit ihren Anfängen. Das philanthropische Wirken der Kirche – von Armenküchen über Kinder- und Altenheime bis zu Seelsorgern in Krankenhäusern, beim Militär und in Gefängnissen – sei Ausdruck dieser gelebten Barmherzigkeit.

Der Patriarch hob hervor, dass jeder Christ zum „Antlitz des barmherzigen Samariters“ werden kann, wenn sein Herz offen ist für Menschen in Not. Durch jeden Akt der Großzügigkeit könne Christus selbst in der Welt sichtbar werden.

Angesichts wachsender sozialer Herausforderungen forderte Daniel eine weitere Ausweitung kirchlicher Hilfsangebote. Die Worte Jesu – „Geht und handelt ebenso“ – blieben eine bleibende Verpflichtung für Kirche und Gläubige.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Daniel junge Menschen zur Gemeinschaft ermunterte.


Lesen Sie auch

Neues Buch von Schima-Archimandrit Gabriel Bunge erscheint bei Hagia Sophia

Der orthodoxe Verlag veröffentlicht mit „In Geist und Wahrheit“ eine umfassende Studie zur Gebetslehre des frühchristlichen Wüstenvaters Evagrios Pontikos

Priester Matthias Fröse: Den Blick auf Christus statt auf den Sturm richten

Der Geistliche ermutigte Gläubige, Gottes scheinbares Schweigen als Weg des geistlichen Wachstums zu verstehen

Metropolit Isaak besuchte orthodoxes Jugendlager in den Niederlanden

Oberhaupt der Antiochenisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa feierte Kleine Wasserweihe und ermutigte rund 100 Jugendliche zur aktiven Teilnahme am sakramentalen Leben der Kirche

Patriarch Daniil: Gottesmutter weist den Weg zu Christus und zur Einheit der Kirche

Gottesdienst in Anwesenheit der wundertätigen Hawaii-Ikone der Gottesmutter – Konzelebrant war Bischof Irenei von London und Westeuropa der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland

Patriarch Daniel: Nur Christus führt die Kirche durch die Stürme der Geschichte

Das rumänisch-orthodoxe Kirchenoberhaupt deutete das Evangelium des 9. Sonntags nach Pfingsten als Aufruf zu Vertrauen, Gebet und Dankbarkeit gegenüber Gott

Gläubige eines orthodoxen Gotteshauses im US-Bundesstaat Washington evakuiert

In Spokane, Washington, wurden die Gemeindemitglieder der Holy Trinity Church aufgrund von Waldbränden evakuiert, die mehr als 600 Gebäude zerstörten.