Ungarns Staatssekretär betonte Hilfe für verfolgte Christen weltweit

Ungarns Staatssekretär Tristan Azbej erklärte, wie das Programm „Hungary Helps“ verfolgten Christen weltweit Soforthilfe, Wiederaufbau und Bildungsprojekte bietet.

Der ungarische Staatssekretär Tristan Azbej hat auf die weltweite Verfolgung von Christen aufmerksam gemacht und in einem Interview mit der katholischen Presseagentur Kathpress in Wien am 17. November 2025 das staatliche Hilfsprogramm „Hungary Helps“ vorgestellt.

Ziel sei es, betroffenen Gemeinden in Krisenregionen wie Syrien, Irak und Nigeria humanitäre Hilfe zu leisten, zerstörte Kirchen, Schulen und Häuser wieder aufzubauen und Bildungsprojekte zu unterstützen. Allein in Nigeria wurden im vergangenen Jahr über 4.000 Christen von Extremisten getötet, in Syrien nimmt die Gewalt gegen Kirchen wieder zu.

Neben Soforthilfe unterstützt Ungarn jährlich 100 christliche Studierende aus Afrika und Asien mit Vollstipendien, die nach ihrem Abschluss ihre Heimatgemeinden stärken sollen. Auch Projekte zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens mit Muslimen und anderen Glaubensgemeinschaften gehören zum Programm: In christlich geführten Krankenhäusern Syriens werden etwa 80 Prozent der Patienten muslimisch behandelt, was Vertrauen und soziale Stabilität fördere.

Azbej betonte, dass die Ausblendung religiöser Faktoren in Krisenregionen zu Fehleinschätzungen führe. Kirchen und religiöse Organisationen seien zentrale Träger von Bildung, Gesundheit und sozialen Diensten, etwa in Subsahara-Afrika. Ungarn strebe deshalb eine enge Kooperation mit kirchlichen Akteuren an, auch im Austausch mit Österreich, das 2024 eine Stabsstelle für verfolgte religiöse Minderheiten eingerichtet hat.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Katholische Kirche nach Terrorangriffen Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung in Äthiopien gefordert hatte.


Lesen Sie auch

Rumänisches Patriarchat rief in der extremen Hitze zu Unterstützung der Bevölkerung auf

Die Kirchengemeinden und Klöster sollen Wasser verteilen, schattige Ruheplätze bereitstellen und auf den Feldern Bittgebete gegen die anhaltende Dürre beten.

Metropolit Hilarion erklärte, sein Rücktritt sei nicht freiwillig gewesen

Der frühere Leiter des kirchlichen Außenamtes der ROK sprach über die eingestellten Ermittlungen in Tschechien und über seine künftige Arbeit im Moskauer Kreuzerhöhungskloster.

Griechischer Metropolit kritisierte neue Schulbücher mit LGBT-Propaganda

Metropolit Serafim von Kythira rief die Eltern dazu auf, den Unterricht zu Hause geistlich zu begleiten, nachdem die neuen Lehrmittel Kindern auch gleichgeschlechtliche Elternpaare vorstellen.

Metropolit Mark zelebriert Patronatsfest zu Ehren des heiligen Seraphim von Sarow

Zum Fest der Auffindung der Reliquien des heiligen Seraphim von Sarow leitete Metropolit Mark die Göttliche Liturgie in der Gemeinde in Cloppenburg. Höhepunkt des Gottesdienstes war die Priesterweihe des Diakons Nikolai Kulakov.

Weltkirchenrat verurteilte Enteignung eines evangelischen Gotteshauses in Teheran

Generalsekretär Jerry Pillay forderte die sofortige Rückgabe des St.-Petri-Kirchenkomplexes und warnte vor der Gefahr für das jahrhundertealte christliche Erbe im Iran.

Kirche feierte das Gedächtnis des Propheten Gottes Elias

Der alttestamentliche Prophet, der lebend in den Himmel aufgenommen wurde, wird als Vorbild unerschütterlichen Glaubens verehrt und soll der Überlieferung nach vor der Wiederkunft Christi erscheinen.