Der Heilige Justin – „ein Theologe, der aus dem Leben der Kirche spricht“

Metropolit Irinej von Bačka (M.) betont bei der Buchvorstellung über Vater Justin die Bedeutung lebendiger Theologie, die aus Gebet, Askese und der gelebten Kirche erwächst. Foto: Patriarchat

An der Orthodoxen Theologischen Fakultät in Belgrad wurde am Dienstag, dem 18. November 2025, der Sammelband zur wissenschaftlichen Konferenz über den Heiligen Justin (Popović) von Čelije präsentiert. Renommierte Theologen rückten in Anwesenheit von Patriarch Porfirije die geistliche und akademische Wirkung des bedeutenden serbischen Theologen des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

Die Buchvorstellung eröffnete Dekan Prof. Srboljub Ubiparipović. Er unterstrich, dass die Sammlung nicht nur ein wissenschaftliches Projekt, sondern eine Würdigung der Persönlichkeit und des spirituellen Erbes Vater Justins sei, dessen Einfluss eng mit der Fakultät verbunden ist. Der Band vereint 16 Beiträge zum dreifachen Jubiläum: 130. Geburtstag, 45. Todestag und 10 Jahre seit der Überführung seiner Reliquien.

Prof. Vladan Tatalović hob hervor, dass die Theologie Vater Justins aus Askese, Gebet und kirchlicher Erfahrung gewachsen sei und nicht aus akademischer Spekulation. Die Sammlung zeige die Breite seines Werkes – von Liturgie und Askese bis Dogmatik und Pastoral – und bezeuge die Verbindung von Wissenschaft und kirchlichem Leben.

Prof. Vladimir Vukašinović warnte vor einer rein technischen oder ideologisch geprägten Theologie. Vater Justins Denken bleibe ein Beispiel dafür, dass Theologie im kirchlichen Leben verwurzelt sein müsse. Der Titel verweise auf die priesterliche Berufung, Christus selbst zu bewahren – ein Auftrag, dem Vater Justin beispielhaft entsprochen habe.

Metropolit Irinej von Bačka betonte die prophetische Aktualität von Vater Justins Schriften. Persönliche Erinnerungen und Begegnungen mit Schülern Vater Justins unterstrichen seine bleibende Wirkung. Der Metropolit erinnerte an Justins Demut und Respekt, die er jedem entgegengebracht habe – ein Kennzeichen echter Theologie.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbische Patriarch Porfirije den Einsatz des medizinischen Personals gewürdigt hatte. 

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