Estland prüft Einschränkungen orthodoxer Kirchenbindung
Die Alexander Newski Kathedrale in Tallin in Estland. Foto: LTO
In Estland hat das Parlament ein Gesetz verabschiedet, das die Verbindung der Estnischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats (EOKMP) zu Russland lösen soll. Ziel ist es, den politischen und ideologischen Einfluss Moskaus auf das religiöse Leben des baltischen Staates zu begrenzen. Präsident Alar Karis sieht darin jedoch einen massiven Eingriff in die Glaubensfreiheit und hat das Staatsgericht angerufen. Darüber berichtet LTO.
Die EOKMP steht unter der geistlichen Führung des Moskauer Patriarchen Kyrill I., der den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine offen unterstützt. Für viele Esten gilt die Kirche daher als Symbol russischer Fremdherrschaft. Regierung und Opposition wollen verhindern, dass sie als Werkzeug der Desinformation oder gar Spionage dient.
Das neue Kirchen- und Gemeindegesetz untersagt religiösen Gemeinschaften, mit Organisationen oder Führern im Ausland verbunden zu bleiben, wenn diese die staatliche Unabhängigkeit bedrohen. Karis warnt jedoch vor überzogener Gesetzgebung, die selbst den Kern religiöser Lehre gefährden könnte – „am Ende könnte selbst die Bibel verdächtig werden“, so seine Kritik.
Das Staatsgericht in Tartu muss nun entscheiden, ob Estlands Sicherheit Vorrang vor der Religionsfreiheit erhält. Ein Urteil mit Signalwirkung – auch über Estland hinaus.
Zuvor hat die UOJ berichtet, das die Religionsfreiheit für Milliarden Menschen eingeschränkt ist.
Lesen Sie auch
Antiochenisch-orthodoxe Erzdiözese errichtet erstes Kloster in Kanada
Kloster und Exerzitienhaus entstehen auf gespendetem Gelände in Ennismore am Pigeon Lake
Antiochenische Kirche startete interaktive Weltkarte aller Gemeinden
Das Patriarchat von Antiochien hat die erste interaktive Karte seiner gesamten weltweiten Präsenz veröffentlicht, auf der Gläubige Kirchen, Klöster, Diözesanverwaltungen und kirchliche Einrichtungen auf allen Kontinenten finden.
Christliche Gemeinschaft Syriens ist in den Kriegsjahren um das Sechsfache geschrumpft
In den Jahren des Krieges schrumpfte die christliche Gemeinschaft Syriens von 1,8 Millionen auf 300.000 Menschen aufgrund von Gewalt, Krise und Massenauswanderung.
Erzpriester Dionisij Idavajn spricht über Spiritualität und geistliche Orientierung
Neue Folge des Videoformats „Frag den Priester“ befasst sich mit Yoga, Astrologie, Meditation und dem Unterschied zwischen christlichem Glauben und modernen Spiritualitätsangeboten
In Bukarest findet ein Forum der orthodoxen Jugend mit 2400 Teilnehmern statt
Das Treffen ITO 2026 wird in der Hauptstadt Rumäniens junge Orthodoxe zum Austausch über Familie, Glaube, Berufung und den Sinn des Lebens in Christus versammeln.
Orthodoxe Jugend verbrachte ein gemeinsames Wochenende in Bad Ems
Die Jugendgruppe der ROKA-Gemeinde Bad Ems hat ein gemeinsames Sommerwochenende mit Filmvorführung, Diskussion über geistliche Themen, Gottesdienst, Grillen und Volleyball verbracht.