Patriarch Daniil erinnerte an Reinheit und Gottesliebe der Heiligen Paraskeva

Patriarch Daniil bei der Vesper zum Gedenken an die Heilige Paraskeva in der Metropolitankirche St. Petka in Sofia-Orlandovtsi. Foto: Patriarchat

Am 13. Oktober 2025, am Vorabend des Festes der Heiligen Paraskeva, leitete der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil die feierliche Vesper in der Kirche St. Petka in Sofia. Gemeinsam mit Klerikern aus mehreren Diözesen gedachte er der Heiligen, deren verborgenes, aber kraftvolles Leben als Wegweiser für geistliche Reinheit und Gottsuche gilt. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

In seiner Predigt erinnerte Patriarch Daniil an das Leben der Heiligen Paraskeva von Epivates, die schon als junges Mädchen durch das Evangelium zum Verzicht auf Reichtum und zum Gebet geführt wurde. Trotz familiären Widerstands verschenkte sie ihre Kleider an die Armen. Nach dem Tod ihrer Eltern verließ sie ihre Heimatstadt, lebte zunächst in Konstantinopel, dann als Einsiedlerin im Heiligen Land. Dort widmete sie sich dem inneren Gebet, der Askese und der Reinigung ihres Herzens – fernab jeder Öffentlichkeit.

„Ihr Leben war verborgen vor den Menschen, aber bekannt vor Gott“, betonte Patriarch Daniil. Paraskevas Kampf gegen die Eitelkeit dieser Welt sei beispielhaft. „Sie verachtete alles Vergängliche und strebte nach der Liebe Christi – darin liegt ihre wahre Größe.“

Nach Jahren des zurückgezogenen Lebens wurde ihr durch einen Engel offenbart, dass sie nach Epivates zurückkehren solle. Dort starb sie unerkannt – doch bald offenbarte sich ihre Heiligkeit. Ihr unverwester Leib wurde durch ein Wunder entdeckt und später an viele Orte überführt: nach Tarnowo, Widin, Belgrad, Konstantinopel und schließlich nach Iași, wo ihre Reliquien bis heute verehrt werden.

Patriarch Daniil rief dazu auf, dem inneren Vorbild der Heiligen zu folgen: „Nicht das äußere Ansehen vor Menschen zählt, sondern das lautere Herz vor Gott.“ Im Gedenken an die Heilige Paraskeva sei jeder Christ aufgerufen, im Gebet, im Glauben und in der Demut zu wachsen. Die Heilige trete noch heute für alle ein, die sich ihr in aufrichtiger Bitte anvertrauen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass das Oberhaupt der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche an die Kraft des Kreuzes erinnerte und zu einem Leben in Liebe, Glauben und geistlicher Entschiedenheit aufrief.

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