Diakon Willimowski: Talente nutzen und das Kreuz Christi tragen
Diakon Igor Willimowski predigte in der russisch-orthodoxen Kirche Krefeld. Foto: Screenshot YouTube
Am 16. Sonntag nach Pfingsten, dem 28. September 2025, predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche zu Krefeld (ROK) über das Evangelium vom Tragen des Kreuzes und vom Umgang mit Talenten (Mt 25,14–30; Mk 8,34–9,1). Die Gemeinde veröffentlichte dies auf ihrem YouTube-Kanal.
In seiner Predigt verband Diakon Igor Willimowski die beiden gelesenen Evangelien – das Gleichnis von den anvertrauten Talenten und den Aufruf Christi, sein Kreuz auf sich zu nehmen – zu einem zentralen Aufruf zu geistlicher Verantwortung. Christen seien berufen, die Gaben, die sie empfangen haben, nicht zu vergraben, sondern mutig einzusetzen, um dem Ruf Christi zu folgen.
Wer Christus nachfolgen wolle, müsse sich selbst verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen – also bereit sein, Entbehrungen, innere Kämpfe und äußeren Widerstand zu tragen, so der Diakon. „Die Leidenschaften, unsere Sündhaftigkeit, aber auch gesellschaftliches Unverständnis oder persönliche Opfer gehören zu den Lasten, die wir tragen müssen“, erklärte der Diakon.
Gleichzeitig betonte er, dass jedem Menschen unterschiedliche Talente von Gott gegeben wurden – geistige, praktische oder soziale Begabungen. Diese seien einzusetzen „zur Ehre Gottes und zum Wohl der Kirche“. Wer viel empfangen habe, trage auch mehr Verantwortung – insbesondere Geistliche.
Die Predigt schloss mit dem Aufruf, Gaben nicht ungenutzt zu lassen: „Nutzen wir die Talente, um Gutes zu tun, unser Kreuz zu tragen und Christus nachzufolgen.“
Die UOJ berichtete zuvor, dass in Krefeld eine gemeinsame Heilige Liturgie mit Erzbischof Tichon und Bischof Hiob stattfinden wird.
Lesen Sie auch
Publizist Alexander Kissler wirft Kirchen „Unterwerfung“ unter den Islam vor
Kommentator kritisiert katholische und evangelische Kirchen für einen aus seiner Sicht zunehmenden Verzicht auf christlichen Wahrheitsanspruch und Missionsauftrag.
Metropolit Mark und Bischof Hiob feierten Entschlafung der Gottesmutter
ROKA-Kloster auf Schloss Seyfriedsberg soll eine Kirche zu Ehren der Entschlafung der Gottesmutter erhalten.
Athonitische Dialoge verbinden Psychiatrie und orthodoxe Seelsorge
Neues Buch von Schemamönch Theologos und Priestermönch Athanasie Ulea erscheint im Verlag Edition Hagia Sophia.
Gerüst abgebaut: Klosterkirche Buchhagen erstmals frei zu sehen
Nach fast fünf Jahren ist der Kirchenneubau des bulgarisch-orthodoxen Klosters Buchhagen äußerlich weitgehend sichtbar.
Georgische Kirche verurteilte Mord am Mönch der Swjatogorsker Lawra
Vertreter des Georgischen Patriarchats nannten die Tötung abscheulich und warnten, dass die Verfolgung der Kirche um politischer Ziele willen ein vollkommen empörendes Ereignis sei.
Bischof Irenei in London: „Das Leben triumphiert über den Tod“
Der Bischof der Russischen Auslandskirche predigte zum Hochfest der Entschlafung Mariens.