In Italien veranstalten LGBT-Aktivisten eine Pride-Parodie auf einem Kreuzweg

Teilnehmer der Regenbogenparade in der Lombardei. Foto: Tribune Chrétienne.

Am 27. September findet in der italienischen Stadt Arcore (Lombardei) die Regenbogenparade „Brianza Pride“ statt, bei der die Organisatoren eine Parodie auf einen der am meisten verehrten christlichen Riten – den Kreuzweg – aufführen wollen. Darüber berichtet die Tribune Chrétienne.

Die Organisatoren stellen die Veranstaltung als „Fest der Inklusion” dar, jedoch ist in das Programm eine „Neuinterpretation” des traditionellen Kreuzwegs aufgenommen worden. Im Grunde handelt es sich um eine satirische Darstellung, die viele katholische Publikationen als beleidigend und blasphemisch bezeichnen.

Anlass für diesen Schritt waren die jüngsten Äußerungen von Kardinal Gerhard Müller, einem Hierarchen der römisch-katholischen Kirche, der von 2012 bis 2017 das Amt des Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre bekleidete. In einem Interview betonte er, dass Homosexualität „keine Identität ist, sondern eine Neigung, die dem Plan Gottes widerspricht“.

Katholische Kommentatoren betonen, dass solche Aktionen nicht harmlos sind. Die Verspottung christlicher Symbole führe zu wachsender Feindseligkeit und könne zu offenen Gewalttaten gegen Gläubige eskalieren.

Nach Einschätzung christlicher Aktivisten wird die bevorstehende Regenbogenparade in Arcore nicht nur ein Umzug mit Regenbogenfahnen sein, sondern eine symbolische Aktion gegen die Kirche und ihre Lehre.

Zuvor berichtete die UOJ über eine Erklärung des Erzbischofs der lutherischen Kirche Lettlands, der betonte, dass in der Kirche sogar für LGBT-Personen Platz sei.

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