„Christus radikal folgen“ – Priester Matthias Fröse predigte in Mainz

Die deutschsprachige russisch-orthodoxe Gemeinde Mainz versammelt sich sonntags mit Priester Matthias Fröse zur Heiligen Liturgie in der Jakobuskirche. Foto: Screenshot YouTube

Die deutschsprachige russisch-orthodoxe Gemeinde Mainz versammelt sich sonntags mit Priester Matthias Fröse zur Heiligen Liturgie in der Jakobuskirche. Foto: Screenshot YouTube

In seiner Predigt zum zwölften Sonntag nach Pfingsten, dem 31. August 2025, sprach Priester Matthias Fröse von der deutschsprachigen Russisch-Orthodoxen Gemeinde des Heiligen Christophorus in Mainz (ROK) über den Ruf Christi an die Menschen nach dem Evangelium vom reichen Jüngling (Mt 19,16–26). Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.

Priester Matthias Fröse stellte das Evangelium von der Begegnung des reichen Jünglings mit Christus dem Fest der Entschlafung der Gottesgebärerin gegenüber. Beide Texte verdeutlichten, was es bedeutet, Christus wirklich nachzufolgen: Der reiche Jüngling scheitert daran, sich von seinem Besitz zu trennen, obwohl er die Gebote hält. Maria hingegen gibt sich mit völliger Hingabe dem Willen Gottes hin und wird dadurch zum Vorbild radikaler Nachfolge.

Vater Matthias Fröse betonte, dass die wahre Nachfolge nicht im bloßen Wissen über Christus liege, sondern in der Bereitschaft, ihm das eigene Leben anzuvertrauen – wie es die Gottesgebärerin getan hat. Sie habe nicht sich selbst gesucht, sondern allein gefragt, wie sie Gott dienen könne. Ihr „Ja“ zu Gottes Ruf zeige, dass echter Glaube mit Vertrauen, Loslassen und gelebter Hingabe verbunden sei.

Die Predigt schloss mit dem Aufruf, sich selbst zu hinterfragen: „Was hindert mich daran, Christus ganz zu folgen?" Der Geistliche ermutigte die Gläubigen, wie Maria mit offenem Herzen zu antworten: „Hier bin ich, Herr, dein Diener.“



Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon in Berlin zur radikalen Vergebung aufgerufen hatte.

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