„Unser Heil liegt in unseren Händen“ – Erzpriester Matthias Zierenberg predigte in Limburg

Vater Matthias Zierenberg zelebriert sonntags in der Dreifaltigkeitskapelle an der Lubentiuskirche in Limburg-Dietkirchen. Foto: Gemeinde

Am elften Sonntag nach Pfingsten, dem 24. August 2025, hielt Erzpriester Matthias Zierenberg von der deutschsprachigen serbisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Lubentius in Limburg eine Predigt über das Gleichnis vom unbarmherzigen Gläubiger (Mt 18,23–35). Die Gemeinde veröffentlichte diese auf ihrem YouTube-Kanal.

In seiner Predigt betonte Erzpriester Matthias Zierenberg, dass Vergebung nicht nur eine moralische Handlung, sondern ein Wesensmerkmal des Christen sein müsse. Die Bibel verstehe Sünde nicht bloß als Fehlverhalten, sondern als zerstörerische Macht, die den Menschen von Gott trennt – geistlicher Tod. Gott aber biete durch Reue, Buße und insbesondere durch Barmherzigkeit einen Ausweg. Diese göttliche Barmherzigkeit müsse im Menschen selbst wirksam werden und ihn verwandeln.

Das Evangelium gehe dabei über die alttestamentliche Forderung hinaus, siebenmal zu vergeben: Jesus verlangt unbegrenzte Vergebung – unendlich oft. Wer diese göttliche Gnade empfängt, sei verpflichtet, sie ebenso weiterzugeben. Verweigere ein Mensch die Vergebung, verweigere er Gottes Wirken in sich selbst.

Zierenberg rief die Gläubigen dazu auf, im anderen das Abbild Gottes zu erkennen – auch wenn es durch Sünde entstellt sei – und durch eigene Barmherzigkeit zur Heilung des Sünders beizutragen. Diese Haltung sei keine Belastung, sondern göttliche Freude: „Unser Heil liegt in unseren Händen. Vergib – und dir wird vergeben.“

In der Regel findet in der Dreifaltigkeitskapelle an der Lubentiuskirche in Limburg-Dietkirchen sonntags um 9.45 Uhr das Stundengebet und um 10 Uhr die Göttliche Liturgie statt. Die Zeiten werden auf der Webseite der Gemeinde und in ihrem WhatsApp-Kanal veröffentlicht.

Das zweite Patronatsfest der jungen Gemeinde findet am Samstag, dem 18. Oktober 2025, um 10 Uhr statt.



Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass der serbische Metropolit Grigorije in Trebinje sein neues Buch vorstellte.


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