Russisch-orthodoxe Gemeinde in München baut traditionelle Holzkirche

Die Kirche besteht aus Holzfertigteilen ähnlich wie bei kanadischen Holzhäusern und wird derzeit vor Ort zusammengesetzt. Grafik:Gemeinde

In München hat der Bau einer für Deutschland ungewöhnlichen Kirche begonnen: An der Knappertsbuschstraße errichtet die russisch-orthodoxe Gemeinde „Heilige Auferstehung“ ein Gotteshaus ganz aus Holz – im traditionellen russischen Stil. Dies berichteten die Tageszeitung Merkur sowie die Gemeinde auf ihren Webeseiten.

Geplant sind rund 150 Quadratmeter Nutzfläche, eine Gebäudehöhe von acht Metern sowie ein Glockenturm, der bis zur Spitze 20 Meter misst. Die Baugenehmigung liegt bereits seit Anfang 2022 vor. Im März 2023 wurde der Grundstein gelegt, danach jedoch ruhte der Bau zunächst.

Die Gemeinde „Heilige Auferstehung“ gehört zur Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats (ROK) und wurde 1996 gegründet. Sie setzt sich aus russischsprachigen Gläubigen, Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion sowie deutschen Konvertiten zusammen. Seit Jahren feiert die Gemeinde ihre Gottesdienste provisorisch – zunächst in einer umgebauten Garage, später in einem Zelt auf dem Gelände, das sie 2010 von der katholischen Kirche erworben hat. Platz boten diese Lösungen nur für 20 bis 30 Personen.

Der Wunsch nach einem eigenen, würdigen Gotteshaus für die mittlerweile deutlich gewachsene Gemeinde wurde über die Jahre immer drängender. Hunderte Gläubige finden sich regelmäßig zu Gottesdiensten ein – zu viele für die behelfsmäßigen Räume. Allerdings mussten die ursprünglichen Pläne eines Gemeindezentrums über die Jahre aus Kostengründen deutlich reduziert werden.

Die Gemeinde finanziert den Bau im Nordosten Münchens ausschließlich aus Spenden. Bereits 2004 wurde die „Tichon-Stiftung“ gegründet, um das Projekt langfristig zu ermöglichen. Ein Grundstück wurde gekauft, Pläne entwickelt, das nötige Bauholz beschafft. Die Komplexität des traditionellen Designs erschwerte die Suche nach geeigneten Handwerksbetrieben. Nur zwei Zimmereien erklärten sich bereit, das anspruchsvolle Dach zu realisieren. Nun hat der Aufbau begonnen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die rumänisch-orthodoxe Gemeinde in Vilshofen eine traditionelle Holzkirche bauen will.

Lesen Sie auch

Antiochenisch-orthodoxe Erzdiözese errichtet erstes Kloster in Kanada

Kloster und Exerzitienhaus entstehen auf gespendetem Gelände in Ennismore am Pigeon Lake

Antiochenische Kirche startete interaktive Weltkarte aller Gemeinden

Das Patriarchat von Antiochien hat die erste interaktive Karte seiner gesamten weltweiten Präsenz veröffentlicht, auf der Gläubige Kirchen, Klöster, Diözesanverwaltungen und kirchliche Einrichtungen auf allen Kontinenten finden.

Christliche Gemeinschaft Syriens ist in den Kriegsjahren um das Sechsfache geschrumpft

In den Jahren des Krieges schrumpfte die christliche Gemeinschaft Syriens von 1,8 Millionen auf 300.000 Menschen aufgrund von Gewalt, Krise und Massenauswanderung.

Erzpriester Dionisij Idavajn spricht über Spiritualität und geistliche Orientierung

Neue Folge des Videoformats „Frag den Priester“ befasst sich mit Yoga, Astrologie, Meditation und dem Unterschied zwischen christlichem Glauben und modernen Spiritualitätsangeboten

In Bukarest findet ein Forum der orthodoxen Jugend mit 2400 Teilnehmern statt

Das Treffen ITO 2026 wird in der Hauptstadt Rumäniens junge Orthodoxe zum Austausch über Familie, Glaube, Berufung und den Sinn des Lebens in Christus versammeln.

Orthodoxe Jugend verbrachte ein gemeinsames Wochenende in Bad Ems

Die Jugendgruppe der ROKA-Gemeinde Bad Ems hat ein gemeinsames Sommerwochenende mit Filmvorführung, Diskussion über geistliche Themen, Gottesdienst, Grillen und Volleyball verbracht.